Anfang November diesen Jahres ging ein Schockbeben durch die Reihen der Liberalen in den USA. Denn Ruth Bader Ginsburg, Richterin am Obersten Gerichtshof, wurde nach einem Sturz in ihrem Büro mit mehreren gebrochenen Rippen ins Krankenhaus eingeliefert. Würde das das Aus einer der wenigen verbliebenen und wahrscheinlich bedeutendsten liberalen Stimmen im amerikanischen Supreme Court, ja in der amerikanischen Öffentlichkeit überhaupt bedeuten?

Die 85-Jährige ist nämlich nicht nur die zweite Frau auf einem SCOTUS-Posten, sondern mit wichtigen Verfahren zu Fragen geschlechtlicher Diskriminierung als Klägerin und Richterin vor dem Supreme Court auch eine der Wegbereiterinnen heutiger Frauenrechte. Vor allem seit der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten avancierte sie zusehends zu einer wahren Pop-Ikone. In Zeiten politischer und gesellschaftlicher Rückwärtsgewandtheit, gibt sie einer neuen Generation junger, liberaler US-Bürger*innen Hoffnung und Inspiration.

RBG – ein Leben für Gerechtigkeit zeichnet das Leben und die Karriere einer Frau, deren ganzes Leben dem Kampf für Gleichberechtigung gewidmet ist. Von ihren Anfängen als Außenseiterin in der patriarchalen Welt der Jura-Fakultäten in Harvard und an der Columbia University, über ihre sechs Fälle vor dem Supreme Court, bei denen sie sowohl für Frauen, als auch für Männer gegen geschlechtsbasierte Diskriminierung vorging, bis hin zu ihrer Einsetzung als Richterin an ebendiesem Gericht durch Bill Clinton und schließlich ihrem Status Symbol der Hoffnung und Pop-Ikone, als „The Notorious R.B.G.“.

 

 

Spielzeit: 3. – 7. Januar 2019

FSK (Film & Trailer) 0

Englische Originalversion mit deutschen Untertiteln

USA 2018; 98 Min.; Regie: Betsy West, Julie Cohen; Musik: Miriam Cutler; Kamera: Claudia Raschke; Schnitt: Carla Gutierrez; Produktion: Julie Cohen, Betsy West, Amy Entelis, Courtney Sexton; Mit: Ruth Bader Ginsburg, Gloria Steinem, Nina Totenberg u.a.