«Es gibt Hollywood und es gibt Bollywood und dann gibt es noch Nothingwood. Das ist hier, denn hier gibt es kein Geld.» – Salim Shaheen

Salim Shaheen ist vielleicht nicht der international bekannteste, aber in jedem Fall produktivste Regisseur Afghanistans. Irgendwo zwischen B-Movie-Action und Bollywood-Kitsch dreht der afghanische Bud Spencer schneller Filme als manch einer Zigaretten und kann mittlerweile auf ein Gesamtwerk von über 100 Filmen zurückblicken. Dabei verkörpert er nicht nur den Regisseur, sondern auch gleich den Produzenten und Hauptdarsteller.

Nothingwood begleitet den Filmenthusiasten bei der Produktion seines 111. Films circa 100 Kilometer von Kabul entfernt im kriegsverwüsteten Hinterland. In einem Land das seit über 30 Jahren im Krieg steht, dreht der Kinoliebhaber ohne Unterlass Trashfilme, um mitten im sprichwörtlichen Heart of Darkness eine Entertainment-Industrie aufzubauen. So groß die Träumerei, so gefährlich ist sie aber auch. Für dekadente Vergnügungen wie Kino, haben die Taliban nämlich wenig übrig und so bietet der exzentrische Visionär fast fanatisch mit seinen kleinen Trash-Perlen dem religiösen Fundamentalismus die Stirn.

 

 

Zum ersten Spieltermin am 24.5. wird es eine Einführung von Studieren ohne Grenzen geben.

Spielzeit: 24.-28. Mai 2018

Film-FSK 12 // Trailer-FSK 6

Afghanische Originalversion mit deutschen Untertiteln