Die Zwillinge Anna und Karl stehen kurz vor dem Abitur. Anna hat ihr ganzes Leben durchgeplant – im Gegensatz zu Karl. Er weiß nur, dass er nicht so sein will wie seine Schwester und schon gar nicht so spießig wie seine Eltern oder so öde wie seine Mitschüler. Einzige Orientierung ist sein Blog „The Language of Many Others“, auf dem er, sehr zum Missfallen seines Vaters, Videos aus seinem Alltag und dem Privatleben seiner Eltern teilt.
Als Karl eine Beziehung mit seiner neuen Mitschülerin Doro beginnt, scheint sein Leben plötzlich wieder einen Sinn zu haben. Doch nach kurzer Zeit trennt sie sich von ihm. Völlig desillusioniert beginnt er ein gefährliches Spiel, in dem er seinen Followern komplett die Kontrolle über sich und sein Leben gibt – die Grenzen zwischen der realen und digitalen Welt verschwimmen. Denn: Nichts ist wahrhaftig, alles ist Willkür!

Fesselnd und dicht erzählt, ist Lomo – The Language of Many Others das sozialkritische Porträt einer Generation, für die Social Media ein natürlicher Teil ihres Lebens geworden ist. Echokammern, Filter(blasen) und die ständige Möglichkeit, sich zu vergleichen, verändern nachhaltig unseren Begriff von Identität und führen den Ursprungsgedanken dieser quasi ad absurdum.

 

 

Unser Zebrastreifen wird medienpädagogisch durch eine kurze Einführung und ein anschließendes Filmgespräch begleitet.

Spielzeit: 14. Oktober 2018

Film-FSK 12

FBW-Prädikat besonders wertvoll

Deutsche Originalversion

DEU 2017; 101 min; Regie: Julia Langhof; Mit: Jonas Dassler, Lucie Hollmann, Eva Nürnberg, u.a.