Japan. 20 Jahre in der Zukunft. Die Hundepopulation ist explodiert und in der japanischen Metropole Megasaki City ist die Hundegrippe ausgebrochen. Mit der Befürchtung der Virus könne auch auf den Menschen überspringen, beschließt der katzenliebende Bürgermeister die Hunde auf die naheliegende Insel Trash Island umzusiedeln. Unter den Vertriebenen ist auch Ataris Bodyguard-Hund Spots. Doch das nimmt das 12-jährige Pflegekind nicht so einfach hin und so kapert Atari kurzerhand ein Flugzeug, um seinen vierbeinigen Kameraden aus dem Exil zurück zu holen, während der Bürgermeister weiter Stimmung gegen die Hunde macht.

Isle of Dogs – Ataris Reise ist nach Der fantastische Mr. Fox der zweite Stop-Motion-Animationsfilm von Wes Anderson, dessen Stil auch hier unverkennbar bleibt. Ob nach Symmetrie verlangende Kameraeinstellungen, Bill Murray, Zooms, Charaktere mit toten Eltern oder der feine lakonisch-trockene Humor, einen Wes Anderson Film erkennt man eben nicht nur optisch bereits nach wenigen Sekunden. Wie auch schon bei Der fantastische Mr. Fox, lässt sich auch Isle of Dogs – Ataris Reise bei der Vertonung seiner Figuren nicht lumpen und hat ein Staraufgebot der Extraklasse hinter sich. Hier geben sich Bill Murray, Edward Norton und Jeff Goldblum neben vielen anderen die Klinke in die Hand.

Im Vergleich zu seinem wunderschönen Vorgänger, sieht Isle of Dogs – Ataris Reise sogar noch besser aus, scheint doch ganz besonders viel Liebe in die drolligen, vierbeinigen Protagonisten gesteckt worden zu sein. Da überrascht es dann auch nicht mehr, dass sich der Titel auch ein wenig wie I Love Dogs anhört. Also hier ihr Hipster, die ihre Eltern hassen, das ist für euch!

 

 

Spielzeit: 10.-22. Mai 2018

FSK (Film & Trailer) 6

Englische Originalversion mit deutschen Untertiteln