Seinen ersten Arbeitstag im neuen Job hatte sich der junge FBI-Agent John Meyrs sicher anders vorgestellt: In der strenggeheimen Regierungseinrichtung B.P.R.D. gibt es nämlich die ein oder andere skurrile Gestalt. So zum Beispiel den telepathisch begabten Meermann Abraham „Abe“ Sapien oder den titelgebenden Hellboy. Letzterer ist der Schössling des Leiters der Anlage, Professor Broom. Liebevoll hat er ihn vom kleinen Babydämon zu einer stattlichen roten Höllenbrut mit Vorliebe für Zigarren und Katzen herangezogen. Mit Abe bekämpft er übernatürliche Bedrohungen, die – ohne dass die Öffentlichkeit etwas ahnt – relativ häufig vorkommen. Jetzt macht der wiederbelebte Rasputin Stunk und als hätten Abe und Hellboy nicht schon genug mit seinen Nazi-Zombie-Schergen zu tun, taucht auch noch Liz auf und in Hellboy flammen alte Gefühle auf.

Hellboy basiert auf dem ersten Teil der gleichnamigen Comic Mini-Serie Hellboy: Seed of Destruction.  Die Comicverfilmung ist ein wildes Mash-Up, das mit erfrischender Selbstverständlichkeit Fantastisches, Mystik, Action, Lakonie, Liebesdrama, Gags und dicke Brocken Zeitgeschichte zusammennietet. Garniert wird das Ganze mit del Toros eigenwilligem Productiondesign, das sich stark an H.P. Lovecrafts Bildsprache orientiert und dem Film seinen unverwechselbaren Charme verleiht. In Zeiten generischer Comic-Leinwandadaptionen also umso aktueller – trotz seiner 14 Jahre auf dem Buckel.

 

 

Wir zeigen Hellboy in Kooperation mit dem Fachbereich Medienwissenschaft der Universität Konstanz begleitend zu dem Seminar Das filmische Werk Guillermo del Toros. In diesem Rahmen wird es eine kurze Einführung durch Studierende geben.

 

Spielzeit: 11. Dezember 2018

Trailer-FSK 12 // Film-FSK 16

USA 2004; 132 Min.; Regie: Guillermo del Toro; Drehbuch: Guillermo del Toro, Peter Briggs; Musik: Marco Betrami; Kamera: Guillermo Navarro; Schnitt: Peter Amundson; Mit: Ron Perlman, Selma Blair, John Hurt, Doug Jones u.a.