Sonnenfinsternis in Europa. „Zuerst haben wir eine Sichel gesehen und dann nur noch eine schwarze Scheibe mit einem Strahlenkranz.“ Dann ein lauter Knall. Eben bewundert der kleine Yves noch das Naturschauspiel, im nächsten Moment liegt der Achtjährige im Krankenhaus. Aus seiner Familie hat nur er den Autounfall überlebt. Dem schwer traumatisierten Jungen soll sich nun die Psychologin Eliane Hess (Eleni Haupt) annehmen, die tief in der Nacht in das nahe gelegene Krankenhaus gerufen wird. Aus dem faszinierenden Fall entwächst eine enge Verbindung zwischen den beiden und Eliane verliert ihre professionelle Distanz. In ihrem neuen Schützling sieht sie viel von ihrer eigenen, mit Traumata getränkten Vergangenheit. Während die überlebenden Verwandten sich um das Sorgerecht des Kleinen streiten, trifft Eliane eine ungewöhnliche Entscheidung.

Finsteres Glück basiert auf dem gleichnamigen Roman von Lukas Hartmann. Bei der Frankfurter Buchmesse wurde die Verfilmung für die Shortlist der besten internationalen Literaturverfilmungen ausgewählt. Der zwölfte Film des Schweizer Regisseurs Stefan Haupt ist ein ergreifendes Plädoyer für Nächstenliebe, egal ob im Beruf oder im Privatleben. Eindrücklich zeigt er, wie Menschen Menschen heilen. Dabei glänzt Noé Ricklin in der Rolle des traumatisierten Vollwaisen und bietet eine der besten Schauspielleistungen eines Kinderdarstellers der letzten Jahre.

 

 

Spielzeit: 18. – 23. Oktober 2018

Film-FSK 12

Schweizerdeutsche Originalversion mit deutschen Untertiteln

CHE 2016; 119 min; Regie + Drehbuch: Stefan Haupt; Mit: Eleni Haupt, Noé Ricklin, Elisa Plüss, u.a.