Die Abschottungsmaßnahmen gegen Geflüchtete in ganz Europa laufen auf Hochtouren. Zäune und Lager werden errichtet, Gesetze geändert, Militär an die Grenzen gestellt und Abschiebungen forciert – auch in Kriegs- und-Krisengebiete, wie Afghanistan. Gleichzeitig ertrinken weiterhin abertausende Menschen im Mittelmeer. Ihre Seenotrettung wird durch europäische Behörden verhindert und die ehrenamtlichen Helfer werden kriminalisiert. Anstatt weltweit Fluchtursachen wirklich zu bekämpfen, d.h. endlich Waffenlieferungen zu stoppen, Kriege, Ausbeutung und die Unterstützung von Diktaturen zu beenden und gerechten Handel mit den Ländern des Südens zu betreiben, werden die Geflüchteten bekämpft. Der Tod von tausenden Menschen im Mittelmeer wird wissentlich – auch mit dem Ziel der Abschreckung – in Kauf genommen.

Europa ist dabei sich von seinen Werten, den Menschenrechten und vom Geiste des Humanismus zu verabschieden. Dass es eine Illusion ist, sich gegen die Not der Menschen und ihre Flucht abschotten zu wollen, sondern wir weltweit endlich andere Wege gehen müssen, zeigt dieser Film von Hank Levine sehr eindrücklich. Er beschreibt die globale Dimension des Flüchtlings- und Migrationsthemas durch die Perspektiven der porträtierten Menschen aus vier Kontinenten über einen Zeitraum von zwei Jahren.

 

 

Anlässlich des Tags des Flüchtlings am 28. September zeigt das Café Mondial in Kooperation mit dem Zebra Kino, dem Flüchtlingsrat Baden-Württemberg und Pro Asyl Frankfurt am Dienstag den 25. September 19.00 Uhr den Film Exodus – der weite Weg von Hank Levine. Wir freuen uns zudem, dass der Flüchtlingsbeauftragte der Stadt Konstanz, Mustapha Diop, vor dem Film eine kurze Einführung geben wird.

            

Spielzeit: 25. September 2018

noch nicht FSK-geprüft

Mehrsprachige Originalversion mit deutschen Untertiteln

DEU/BRA 2017; 91 min; Regie + Drehbuch: Hank Levine; Produktion: Andrea Barata Ribeiro, Bel Berlinck, Hank Levine, Diane Maia, Fernando Meirelles, Fernando Sapelli; Mit: Wagner Moura, Jule Böwe, Nizar Raja, Bruno Watar