Was würden Sie machen, wenn Sie von heute auf morgen monatlich 1500 € einfach so auf Ihr Konto überwiesen bekommen – allein auf Grund der Tatsache, dass sie existieren? Würden Sie nicht mehr arbeiten gehen? Einen anderen Berufsweg einschlagen? Sich den musischen Künsten oder anderen Menschen widmen? Ein Leben lang am Atlantik surfen? Klingt das für Sie nach Freiheit, einem selbstbestimmten Leben oder utopischer Zukunftsmusik?

Für Christian Tod, den Regisseur der Dokumentation Free Lunch Society, gilt das Credo: „The future is now“. Nach ihm leben wir in einer Gesellschaft, die sich durch stetige Technologisierung, Digitalisierung und ausufernder Produktion ungewollt einem paradiesischen Zustand annähert – wenn wir nur bereits sind, das Konzept von Gesellschaft zu überdenken. Gelingen soll diese gesellschaftliche Umstrukturierung durch die Einführung eines Grundeinkommens: Jeder Mensch erhält einen bedingungslosen, existenzsichernden Grundbetrag vom Staat – ohne Gegenleistung. Dass dieses Ideal nicht nur Fiktion und reine Erfindung des 21. Jahrhunderts ist, versucht Christian Tod in seiner Doku zu belegen, indem er sich Gemeinwesen anschaut, die bereits vergleichbare Vorläufer des bedingungslosen Grundeinkommens getestet haben, wie z.B. der Bundesstaat Alaska mit dem Alaska Permanent Fund oder eine Stadt in Kanada. Außerdem klopft der Regisseur die Vergangenheit nach Visionären und deren Vorstellungen vom Grundeinkommen ab und stellt die existenziellen Frage „Was motiviert uns zu arbeiten?“

 

 

Nach dem Film möchten wir am 08.03. mit Prof. Sven Jochem, Politikwissenschaftler an der Universität Konstanz, Patrick Weber, Doktorand am Lehrstuhl für internationale Politik, und Ulrich Riebe, Bedingungsloses Grundeinkommen – Initiative Konstanz, das Thema Bedingungsloses Grundeinkommen in einer Diskussionsrunde vertiefen.

Spielzeit: 08.-12. März 2018

Film-FSK 0

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