Ash, bleibt Ash, bleibt Ash und das ist auch gut so. Auch im namentlich differenzierten dritten Outing der originalen Evil Dead Trilogie von Horrormeister Sam Raimi hat der übermaskuline Kettensägenträger und Catchphrase-Spender nicht ein bisschen von seinem lauten, vulgären Charme verloren. Mit einem Grinsen auf der Backe, Patronen im „Boomstick“ und nur einem Wunsch – nach Hause zu kommen – kämpft er sich diesmal durch ein verhextes Königreich, rettet die Jungfrau in Nöten und besiegt die titelgebende Armee der Finsternis, die er diesmal durch die eigene Inkompetenz heraufbeschwört hat. Die wenig originelle Story ist dabei nicht der Fokus und bietet mehr eine Rechtfertigung für das Effektgewitter aus großartigem Makeup, Setdesign und einigen der kreativsten Action- und Kampfsequenzen im ganzen Genre. Spätestens wenn Ash von einer Miniversion seiner Selbst von innen verprügelt wird sollte klar sein, dass sich der Film zu keiner Sekunde zu ernst nimmt.

Auch nach 26 Jahren kann der Zuschauer nicht umhin, sich wie Ash in der Zeit zurück versetzt zu fühlen. Die traditionellen praktischen Effekte sind gealtert wie ein guter Wein und schaffen auch heute noch den Spagat, beeindruckend und gleichzeitig furchtbar albern und komisch zu sein. Auch im Jahr 2018 macht die Filmreihe von Sam Raimi noch einen Heidenspaß – auch Sam Raimi und Haupdarsteller Bruce Campbell selber, die für die Serie Ash vs Evil Dead auch heute noch vor und hinter der Kamera stehen.

 

 

Und nachdem man sich an der rasanten Bilderflut ergötzt hat, kann man den Abend dank des Zebra-Tickets bei der Walpurigsnachts-Party im Kula zum halben Eintrittspreis angemessen fortsetzen.

Spielzeit: 30. April 2018

Film-FSK 16 // Trailer-FSK 12

Englische Originalversion mit deutschen Untertiteln