Mit seinem ersten Spielfilm Accattone – Wer nie sein Brot mit Tränen aß gelang Pier Paolo Pasolini sofort ein Meisterwerk. Er erzählt die Geschichte des Zuhälters Vittorio, den alle nur Accattone, den Bettler, nennen. In einem römischen Vorstadtviertel versucht er seinen Müßiggang zu finanzieren und gleichzeitig vor seinen Freunden und Gunstgewerblerinnen nicht das Gesicht zu verlieren. Als seine Karriere als Lude scheitert, muss er feststellen, dass er auch für ehrliche Arbeit nicht geschaffen ist.

Pasolini besetzte seinen ersten Film mit Laiendarstellern aus römischen Vororten. Dabei ist sein Blick ist nicht mitleidig, er liebt die Tagelöhner, Zuhälter und Diebe, die in breitem Vorstadt-Slang über das Leben schwadronieren und über allerlei Dinge, von denen sie gar keine Ahnung haben.
Über ihre Wirklichkeitsnähe hinaus, fügen sich die naturalistischen Bilder aus der Welt des Subproletariats zu einer modernen Passionsgeschichte.

 

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=4ZZX4G_iTNg

 

Wir zeigen Accattone in Kooperation mit dem Fachbereich Kunstwissenschaft der Universität Konstanz begleitend zu dem Seminar Pier Paolo Pasolini. Eine Einführung in seine Filme.

Spielzeit: 18. Dezember 2018

Film-FSK 16

Italienische Originalversion mit deutschen Untertiteln

ITA 1961; 111 Min.; Regie: Pier Paolo Pasolini; Drehbuch: Pier Paolo Pasolini; Kamera: Tonino Delli Colli; Schnitt: Nino Baragli; Musik: aus Werken von Johann Sebastian Bach; Produktion: Alfredo Bini; Mit: Franco Citti, Franca Pasut, Silvana Corsini u.a.