Der Mann der tausend Oscars meldet sich ein letztes Mal zurück. Dreimal mit dem begehrten Filmpreis als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet, bleibt Daniel Day-Lewis unerreicht und beendet seine Karriere mit Phantom Thread. Er porträtiert den Damenschneider und Aufreißer Reynolds Woodcock, der mit seiner Schwester Cyril die Londoner Modewelt der 1950er Jahre in Atem hält. Ihre Marke „The House of Woodcock“ genießt nicht nur beim Adel, sondern auch bei Filmstars und der High-Society höchstes Ansehen. Bei den Frauen ist Woodcock aber nicht nur für seine Mode beliebt und stürzt sich von einer Affäre in die nächste, bis er Alma trifft, die schon bald seine größte Inspiration und Geliebte wird. Doch die willensstarke Frau will nicht nur der Ton in den Händen des Designers sein, sondern diesen auch angeben. Damit konfrontiert eine starke Persönlichkeit an seiner Seite akzeptieren zu müssen, droht das sorgsam kontrollierte Leben des begehrten Schneiders aus den Fugen zu geraten…

Regiekoryphäe Paul Thomas Anderson kombiniert in seinem neuesten Werk ein romantisches Drama mit einem Mystery-Thriller, der nicht nur in den 1950er Jahre spielt, sondern auch wie aus dieser Dekade wirkt. Überall lassen sich Referenzen auf Hitchcock finden: Seien es nun die Art und Weise, in der die Toten in bester Vertigo-Manier über die Lebenden wachen, ein eleganter Schatten, der wie in Rebecca über dem gesamten Film liegt – ein Double Feature wäre hier sehr zu empfehlen – oder ganz einfach nur die Ähnlichkeit der Nachnahmen und der Zufall, dass auch Hitchcocks Frau Alma hieß. Wie für Anderson üblich, bleibt der Film auf die beste Weise seltsam und gleichzeitig unglaublich hypnotisierend. Dies liegt nicht zuletzt an der mal wieder vortrefflichen Kameraarbeit und Day-Lewis gewohnt Oscar-würdiger Performance.

 

 

Spielzeit: 15.-20. Februar 2018

Trailer-FSK 6

Englische Originalversion mit deutschen Untertiteln