Michael (Georg Friedrich) hat seine Heimat Österreich schon vor Jahren hinter sich gelassen und arbeitet heute als Bauingenieur in Berlin, wo er zusammen mit Freundin (Marie Leuenberger) wohnt.

Zu seinem 14-jährigen Sohn Luis (Tristan Goebel) hat er seit der Trennung von der Mutter nur noch sporadischen Kontakt – dementsprechend ist auch das Verhältnis: kühl, distanziert, von Enttäuschung und Misstrauen geprägt.

Als Michael die Nachricht vom Tod seines Vaters erhält, der sich vor langer Zeit in die Einsamkeit des nördlichen Norwegens zurückgezogen hat, steht für ihn fest, dass er diese persönliche Reise nicht alleine, sondern mit seinem Sohn bestreiten möchte. Also überredet er Luis mit zum Begräbnis aufzubrechen.

Diese erste gemeinsame Reise entwickelt schwieriger, da weniger harmonisch und erholsam, als erwartet, denn der tägliche Umgang miteinander ist für beide ungewohnt: Sie wissen nicht viel miteinander anzufangen. Kommunikationsprobleme und Verletzungen aus der Vergangenheit werfen das Verhältnis immer wieder aus der Bahn. Der Stachel sitzt tief – denn Luis fühlt sich von seinem Vater im Stich gelassen und nicht genug wertgeschätzt.

Michael setzt alles daran, den ewigen Kreislauf der Wiederholungen zu durchbrechen und sich nach und nach auf langen Autofahrten und beim Campen am See fernab des städtischen Lebens seinem Sohn wieder anzunähern. Kann Luis ihm verzeihen?

Helle Nächte feierte seine Weltpremiere im Februar 2017 im Wettbewerb der 67. Berlinale. Hauptdarsteller Georg Friedrich erhielt dort den Silbernen Bären als bester Darsteller.

 

 

Spielzeit: 12.-17. Oktober 2017

Film-FSK 0

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