Das Axolotl ist nicht nur ein recht süßes, sondern auch recht sonderbares und einmaliges Tierchen. Der mexikanische Schwanzlurch erreicht die Geschlechtsreife nämlich ohne die für Amphibien übliche Metamorphose, weshalb er seine Larvengestalt ein Leben lang nicht verändert.  Kurz gesagt: Axolotl werden niemals wirklich erwachsen. Womit wir bei der 16-jährige Protagonistin Mifti wären, die wie 12 aussieht und sich wie Mitte 30 verhält.

Mifti wohnt seit dem Tod ihrer Mutter mit ihren Halbgeschwistern Anika und Edmond in einer Berliner WG. Während ihr Vater über Terrorismus als spannenden Karriereweg philosophiert und sich mehr für Kunst als für Menschen interessiert, überspielt Mifti ihre Gleichgültigkeit gegenüber Schule und Mitmenschen durch coole Sprüche und lässige Posen. Mit der Schauspielerin Orphelia, die in Miftis Schulmensa Sozialstunden ableisten muss, wirft sie sich ins Berliner Nachtleben. Auch um Alice, eine High-Society-Dealerin Mitte 40 zu vergessen, mit der sie sich kurz zuvor noch in eine Affäre gestürzte hatte.

Axolotl Overkill beruht auf dem Roman „Axolotl Roadkill“ von Helene Hegemann, der 2010 zunächst als junge deutsche Literatursensation gefeiert wurde, ehe er eine Plagiatsdebatte in der Literatur auslöste. 5 Jahre später machte sich Hegemann nicht nur an die Drehbuchadaption ihres Buches, sondern nahm auch gleich selbst auf dem Regie-Stuhl Platz, um das hauptsächlich weibliche Ensemble um Hauptdarstellerin Jasna Fritzi Bauer anzuleiten. Seine Weltpremiere feierte Axolotl Overkill auf dem Sundance Festival im Rahmen der „World Cinema Dramatic Competition“ und gewann dort den „Special Jury Award for Cinematography“.

 

 

Spieltermine: Do., 07.09.17, 21:45 Uhr | Fr., 08.09.17, 19:30 Uhr | Sa., 09.09.17, 21:45 Uhr | Mo., 11.09.17, 21:45 Uhr | Di., 12.09.17, 19:30 Uhr

FSK (Film & Trailer) 12

FBW-Prädikat: besonders wertvoll

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