15 Menschen. 15 Gespräche. 15 Mal die Gretchenfrage. Das Interviewfilmprojekt Allein mir fehlt der Glaube geht in Konstanz auf Spurensuche: Woran glauben die  Konstanzerinnen und Konstanzer im Jahr 2017? Die Antwort: Vielgliedrig. Der Filmemacher Jeremias Heppeler suchte das offene Gespräch mit Vertretern der großen Weltreligionen, aber auch mit Wissenschaftlern, Journalisten, Künstlern und Politikern aus der Bodenseeregion. Vor diesem Hintergrund wird Konstanz gleichermaßen zum Versuchs- und Forschungsfeld: Spielt Glaube in unserer Gesellschaft überhaupt noch eine Rolle? Oder ist das alles zu archaisch und angestaubt? Wo liegen die Unterschiede zwischen Religion und Glaube?

Aus den Antworten entsteht eine soziale und narrative Collage, die gleichermaßen dokumentarisch, informativ, aber auch experimentell funktioniert. Denn unterhaltsame Zwischensequenzen und spektakuläre Schnittbilder gibt es nicht – nur sprechende Köpfe, eine gewollte und bewusste Reduktion. Ein filmisches Head-to-Head, das den Kinobesucher das Gefühl geben kann, direkt mit am Gesprächstisch zu sitzen.

Diese vielschichtige und vitale Interview-Collage zeigt vor allem eins: Dialog ist heute wichtiger denn je. Denn mit Blick auf anhaltenden Terror und „Heiligen Krieg“ ist die vielzitierte Gretchenfrage auch politisch aufgeladen. Und so wird Allein mir fehlt der Glaube zu einem Plädoyer: Setzt euch zusammen. Sprecht miteinander. Diskutiert über Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

 

 

In Kooperation mit der Konzilstadt Konstanz: 600 Jahre Konstanzer Konzil 2014 bis 2018 und dem Kulturamt Konstanz

                             

Nach dem Film steht Filmemacher Jeremias Heppeler zum Filmgespräch bereit, um Einblick zu geben, in den Entstehungsprozess und Produktionsalltag des Films.

Spielzeit: 12. November 2017

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