Er ist zurück: „Mad“ Max Rocksatansky streift im Mai endlich wieder die dreckigen Stiefel über und räumt in der postapokalyptischen Einöde ordentlich auf. Und das sogar im doppelten Sinne: Genau 30 Jahre nach dem letzten Teil Jenseits der Donnerkuppel bringt George Miller, der Schöpfer der Kultfilmreihe, das neueste Kapitel Fury Road in die Kinos. Pünktlich zum Kinostart wurde das Original endlich vom Index gestrichen und darf damit erstmals seit Jahrzehnten in seiner ungeschnittenen Fassung offiziell beworben und aufgeführt werden. Diesen doppelten Grund zur Freude nimmt das Zebra Kino nun zum Anlass, um den Klassiker, der das Postapokalypse-Genre so richtig salonfähig gemacht hat, zu zeigen: Und zwar in Kombination mit der brillant-abgefahrene Mad-Max-Hommage Doomsday von Game-of-Thrones-Haus-und-Hof-Regisseur Neil Marshall.

Wer sich also standesgemäß auf einen der am sehnsüchtigsten erwarteten Filme des Jahres einstimmen möchte – oder einfach einen verdammt unterhaltsamen Filmabend haben will – ist hier genau richtig aufgehoben!

 

Mad Max

Englisch OmU

Australien, Zukunft. Töten, Vergewaltigen, Plündern ist der neue Lifestyle – zumindest für Biker-Gangs. Blut- und Benzinvergießen ist nicht sportlich, aber schmerzhaft. Die Polizei, die sich stets bemüht, kann da nicht mithalten. Als der junge Cop Max Rocksatansky (Mel Gibsons erste Hauptrolle) miterleben muss, wie sein bester Freund, der in einem Auto eingeklemmt ist, in die Luft gejagt wird, quittiert er den Dienst (bei Polizeichef Fifi MacAffee, im Ernst!) und zieht mit seiner Familie aufs Land. Doch der Radius der Biker ist groß und der Lifestyle erlaubt keine Ausnahmen.

Als er seine Familie verliert, brennen bei Max alle Sicherungen durch. Er pimpt einen Ford XB Falcon Coupé GT 351 mit V8 Motor, Baujahr 1973 und der halsbrecherischste motorisierte Rachefeldzug der Kinogeschichte nimmt seinen Lauf. Einst riet Mega-Produzent Samuel Goldwyn jungen Drehbuchautoren: „Mit einem Erdbeben anfangen und dann steigern!“ Yes, Film-Kickstarter George Miller fährt mit Vollgas an und hört mit Bleifuß auf. 10 000 Punkte in Flensburg!

AUS 1979; 88 Min; Regie: George Miller; Musik: Brian May; mit: Mel Gibson, Joanne Samuel, Hugh Keays-Byrne u.a.; FSK 16

 

 

Doomsday

Englisch OmU

Endzeit-Revue, Kannibalenparty, Gladiatorenkampf, die Reise der Gefährten und viel, viel Mad Max spannen sich wie ein Drahtseil über die einzelnen Akte des Films. Dazu maßloses Overacting (Craig Conway), Rhona Mitra als sexiest Kampfmaschine alive und ein höchst eigenwilliger Score (Adam & the Ants) sorgen für enorm frischen Wind unter der Donnerkuppel. Die Vorgeschichte: In Glasgow bricht eine Seuche aus und rafft die Menschen dahin. Die britische Regierung riegelt Schottland mit einer Stahlplatten-Version des Hadrianwalls ab. Die Einwohner dort bleiben sich selbst überlassen. In London bricht nach Jahren derselbe Virus aus. Jetzt: Der Notfallplan der Regierung sieht vor, die betroffenen Stadtteile zu überfluten. Doch gerade dann machen Überwachungskameras in Glasgow Überlebende aus. Ein Spezialkommando unter der Leitung der taffen Elitesoldatin Eden Sinclair (Rhona Mitra) wird in die Todeszone geschickt. Sie soll herausfinden, wie dort Menschen überleben konnten. Land unter in London. Regisseur Neil Marshall, mittlerweile bei Game of Thrones, vergießt literweise Nitroglyzerin und löscht die Brände mit Benzin.

USA 2009; 113 Min; Regie: Neil Marshall; Mit: Rhona Mitra, Bob Hoskins, Malcolm McDowell, Craig Conway u.a.; FSK: 18

 

Spieltermin: 09.05. 21:00