Direkt, pointiert und kompromisslos ist er, der Kurzfilm. 26 Regisseure stellen in ebenso vielen Kurzfilmen ihr Können unter Beweis und dokumentieren eindrucksvoll, dass der Kurzfilm als Kunstform sich vor nichts und niemanden zu verstecken braucht. Für einen Abend gebärdet er sich hier hart und schmerzhaft, höhnisch und böshumorig. Es wird gemetzelt, gesiecht und gestorben, bis der Arzt kommt – wobei: für Ärzte ist es hier eigentlich schon zu spät. Der Abzug an der Waffe sitzt locker und der Mensch, wenn er meint, er müsse richten, ist wie üblich schlimmer als das schlimmste Monster. Der Weg von der sprichwörtlichen Bananenschale zum Blutbad ist hier nicht weit und der Zufall ist ein böser Pate. Gestorben wird hier immer, doch im Genre gilt schließlich: „Not the end, not the end, just remember, death is not the end.“

Die Kurzfilm Moonlight Madness im April ist eine Anthologie, was nichts anderes heißen soll, als dass die Filme in ähnlicher Laufzeit (ca. 6 Min.) unter einem zwar sehr weit gefassten, aber dennoch gemeinsamen Rahmen präsentiert werden. Die Filmemacher stammen aus aller Herren Länder und sie waren in jüngster Zeit allesamt mit Langfilmen erfolgreich auf den Leinwänden rund um die Welt zu sehen. Mehr darf hier aber nicht verraten werden, nur noch so viel: Wir zeigen alle Filme der Anthologie … in der OmU-Fassung.

FSK 18