Don’t go around tonight +++ Well, it’s bound to take your life +++ There’s a bad moon on the rise

Es ist wieder mal soweit. Der Mond liegt dick und fett in seiner ätherischen Hängematte und plagt uns Menschen mal wieder mit Schlaflosigkeit, biologischen Exzessen und verwirbelt die Meere mitsamt allem, was darinnen ist. Er holt uns zivilisierte Menschen zurück in das längst überwunden geglaubte prä-evolutive Kreatur-Stadium, indem wir herrlich triebgesteuert und erfrischend instinktgeleitet die Wälder unsicher gemacht haben. Was gegen Vollmond hilft, ist: Bier trinken, mit anderen Menschen Filme schauen, sich gruseln und vor allem laut lachen.

Dafür packen wir zwei schöne Filme aus, die das „Kreatürliche“, den Mond und das Wetter thematisieren. Wir starten mit dem kanadischen Indie WOLF COP (2014), der voll ist mit liebevollen Anspielungen auf das Subgenre des Werwolf-Films (von WOLF MAN über THE HOWLING bis WOLF) und einen verschrobenen Cop gegen Comic-hafte Narco-Traffickers antreten lässt.

Längst erwartet folgt dann Sharknado 2 – The Second One. Gemäß dem Sequel-Motto „teurer, härter, lauter“ fliegen uns dann die Haie um die Ohren. Gefräßig und verblasen, völlig ohne Schwarmintelligenz terrorisieren die Meeres-Kreaturen den Himmel über New York. Auch hier, gemeint ist die Trash-und Plagiat-Schmiede Asylum, gilt ein kreatürliches Prinzip: Wenn man eine Millionen Affen hundert Jahre lang Bilder malen lässt, kommt auch eine Mona Lisa raus.

 

Mit freundlicher Unterstützung von Seetroll – Comics & Spiele – http://www.seetroll.de/

 

Wolf Cop

KAN 2014, 79 min.; R: Lowell Dean; mit: Leo Fafard, Amy Matysio, Jonathan Cherry; FSK: 16

I see the bad moon arising +++ I see trouble on the way +++ I see earthquakes and lightnin‘ +++ I see bad times today

Halb Wolf, halb Cop, full badass. Dirty Hairy, äh, Lou Garou (vgl. frz. loup garou = Werwolf) ist Polizist. Er trinkt gern mal einen über den Durst und seinen Job nimmt er auch nicht besonders ernst. Wenn er an ungewöhnlichen Orten aufwacht und sich an nichts erinnern kann, ist das halb so wild. Nur dass ihm manche Tatorte, an die er gerufen wird, so seltsam vertraut vorkommen, macht ihn stutzig. Irgendwann muss er sich eingestehen, dass er sich bei Vollmond in einen Werwolf verwandelt. Das bringt Vor- und Nachteile mit sich, mit denen er sich nun irgendwie arrangieren muss, zumal seine Stadt mittlerweile von Drogenhändlern unterwandert ist. Nun, Wolf Cop, hol‘ sie Dir zurück!

Viele liebevolle, handgemachte Effekte, ordentlich Blut und Schießereien, herrliche Filmzitate und –natürlich die Königsdisziplin in Werwolf-Filmen – die Verwandlungsszenen machen Wolf Cop zur sympathischsten Trashgranate des Jahres.

 

 

Sharknado 2 – The Second One

USA 2014, 90 min; R: Anthony C. Ferrante; mit: Ian Ziering, Tara Reid, Vivica A. Fox; FSK 16

Hope you got your things together +++ Hope you are quite prepared to die +++ Looks like we’re in for nasty weather +++ One eye is taken for an eye

Filme, die Unglaubwürdiges erzählen, sind eh Kacke. Zu solchen Filmen gehört Sharknado nicht, und schon gleich gar nicht Sharknado 2: The Second One. Höchste Zeit, dass sich verantwortungsbewusste Filmemacher mit diesem Thema auseinandersetzen: was würde wohl passieren, wenn ein Tornado nicht nur Wasser und Flutwellen mit sich brächte, sondern auch darin enthaltene fressgeile Haifische.

Sharknados sind inzwischen fester Bestandteil der US-amerikanischen TV-Wettervorhersage. Fin und April Shepard haben es mit ihrem Ratgeber „How to Survive a Sharknado“ zu einiger Berühmtheit gebracht. Gut dass es Experten gibt und diese sich zufällig auf der Reise nach NY befinden, als gleich drei Sharknados für die Metropole (Wetter)-angekündigt sind. Auch wenn es so nicht im Ratgeber steht, empfiehlt es sich, – wie beim Blitzableiter – die Gefahr vom höchsten Punkt aus abzuwehren. Also, Kettensäge raus, rauf auf’s Empire State und Gas geben.

 

Die Moonlight Madness findet am 22.11.2014 um 21:00 Uhr statt!

-Wir zeigen beide Filme in der englischen OV-