There are those who can leave love or take it
Love to them is just what they make it
I wish that I were the same
But love is my favourite game

James Dean: Seine wachsamen Augen, sein Gesicht, das niemals altern wird – schüchtern, wild, mit einer Zigarette lässig im Mundwinkel. James Dean: Die Ikone, der Außenseiter – immer auch ein Mysterium, etwas, das sich nicht ganz fassen lässt.

Es ist das Jahr 1951. Jimmy – wie James Dean von seinen Freunden genannt wird – steht noch am Anfang seiner Karriere, bevor jene Spielfilme gedreht wurden, mit denen er weltbekannt wurde und deren Veröffentlichung er nur teilweise noch miterleben konnte. Jimmy ist jung, alles um ihn herum vibriert in tausend Farben. Auf der einen Seite das schnelllebige Hollywood mit seinen eigenen Regeln und der niemals endenden Lust nach jungem Blut – Verführung und Männerkörper, Macht und Anziehungskraft. Dem gegenüber das private Leben, die ruhigen Momente bei Kerzenschein, Augenblicke in der Wüste. Teilweise aus der Perspektive des namenlosen Mitbewohners erzählt, mit dem Jimmy zu der Zeit zusammengelebt hat, schildert der Film die Eskapaden des jungen Künstlers in wunderschönen Bildern. Biographische und fiktionale Elemente verwischen sich. Alles scheint möglich, die Sterne greifbar.

James Dean filmisch ein Denkmal zu setzen ist sicherlich kein leichtes Unterfangen – Jimmy als bisexueller junger Schauspieler, das ist beinahe schon Größenwahn, möchte man meinen. Weit gefehlt, denn dass Joshua Tree, 1951 funktioniert, liegt nicht nur an der leichten Führung der Geschichte, die immer etwas zu schweben scheint, sondern auch daran, dass der Film das Gefühl einer vergangenen Zeit trifft, mit der Musik, der Optik und dieser eigentümlichen Mischung aus Nostalgie und Erotik – als würde man sich in einen Geist verlieben, und wer könnte diesem Geist schon widerstehen…

So, 03.03. 22:15 | Mo, 04.03. 20:00

Deutschlandpremiere

 


http://www.youtube.com/watch?v=m4cCTkpPsxs

Englische Originalfassung ohne Untertitel / USA 2012; 93 min; Buch & Regie: Matthew Mishory; mit James Preston, Dan Glenn, Edward Singletary Jr. u.a.; Einlas ab 18

Foto: Pro Fun