In der siebten Ausgabe unserer Moonlight Madness widmen wir uns am 6. Oktober dem Zombiefilm. Dazu zeigen wir zwei Genrevertreter, die den Schauplatz an etwas unkonventionellere Orte verlegen. Das Double Feature beginnt um 21 Uhr. Passend zum Thema starten wir an dem Abend einen Contest: Germany’s Next Top Zombie. Wir laden euch ein, euch so untot wie möglich zu kleiden und zu schminken und belohnen die gelungensten Outfits mit Sachpreisen. Brrrains!

 

Mutants (OmU)

Verwesende Menschenfresser, so weit das Cineastenauge blickt: Vor allem in Amerika, dem Ursprungsland des Zombiegenres, schießen Beiträge zum Thema wie Pilze aus dem Boden. Oder besser gesagt: Wie Untote aus ihren Gräbern. Aber ein Blick über den Tellerrand lohnt sich immer, wie unsere beiden Moonlight-Madness-Beiträge eindrucksvoll unter Beweis stellen. Den Anfang macht David Morlets Mutants, der, wie der Titel es vermuten lässt, die Zombies durch nach frischem Menschenfleisch lechzende Mutanten ersetzt und den Schauplatz ins verschneite französische Hinterland verlegt. Hier kämpft sich eine Gruppe Überlebender um die schwangere Sonia und ihren Freund Marco zu einem verlassenen medizinischen Gebäude vor, um sich dort in Sicherheit zu bringen. Dann wird Marco infiziert. Und als das Gebäude kurz darauf von einem Söldnertrupp unter Führung des psychopathischen Francks infiltriert wird, bricht die Hölle los.

In beklemmender, klaustrophobischer Atmosphäre zeigt Morel den aussichtslos erscheinenden Überlebenskampf seiner Protagonisten. Herausgekommen ist ein harter, schnörkelloser Genrebeitrag, der nicht nur für Fans ein Blick wert ist.

httpv://www.youtube.com/watch?v=9z77KC7NEoo

 

Juan of the Dead (OmU)

Nach dem verschneiten Frankreich verschlägt es uns im zweiten Beitrag des Abends ins sonnige Kuba, das hier erstmals in der Filmhistorie von einer waschechten Zombieepidemie heimgesucht wird. Oder sind doch die bösen Regimekritiker schuld an all den plötzlich auf der ganzen Insel auftauchenden angeknabberten Leichen? Regierung und Medien spielen die Vorfälle herunter und vertuschen fleißig.

Als dann irgendwann alles außer Kontrolle gerät, erkennt ausgerechnet Nichtsnutz Juan die wahre Gefahr. Doch ebenso hat er eine brillante Idee, wie man aus der ganzen Situation ordentlich Kapital schlagen könnte: Er gründet das Unternehmen „Juan of the Dead“, das für seine Kunden gegen Bares unliebsame untote Angehörige unschädlich macht.

Alejandro Brugués hat mit dem ersten kubanischen Zombiestreifen überhaupt einen Festivalhit und zugleich eine kleine, urkomische und extrem kurzweilige Genreperle geschaffen, die sowohl zum Kritiker- als auch zum Publikumsliebling avancierte. Mit zahllosen politischen Seitenhieben und filmischen Zitaten versehen ist Juan of the Dead absolutes Pflichtprogramm für den Zombiefan von Welt. Viva la Revolución!

httpv://www.youtube.com/watch?v=8uWtYMGPvpU

Hinweis: Beide Filme laufen in ihrer Originalfassung mit deutschen Untertiteln.