(C) Capelight

Vor langer Zeit – genauer gesagt: im Mai 1977 – feierte mit Star Wars ein Film seine Premiere, der das gesamte Blockbuster-Kino wie kein zweiter für immer verändern und die Kindheiten mehrer Generationen für immer prägen sollte.

Bis heute hat es wohl keine Kino-„Saga“ geschafft, solch eine loyale internationale Schar an Fans an sich zu binden. Gleichzeitig hat es wohl auch noch kein FIlmemacher wie George Lucas geschafft, seine Fans durch zahlreiche Neuveröffentlichungen und nachträgliche Veränderungen zu verärgern. Die Originalfassungen der „alten“ Trilogie dürfen ihre Wege nicht mehr ins Kino finden. Und da die meisten Star Wars-Fans die Filme der Star Wars- Saga ohnehin bereits gesehen haben dürften, widmen wir uns eben lieber diesen Fans, dem Kult und Mythos rund um Star Wars.
Mit The People vs George Lucas und Fanboys bringen wir euch zwei Filme auf die Leinwand, die die Fans zu Hauptdarstellern und deren Leidenschaft für Star Wars zum Thema des Filmes machen. Selbst Star Wars-Muffel können an beiden Filmen Gefallen finden.

Und welcher Tag wäre besser geeignet, um das alles zu zelebrieren, als der International Star Wars Day? Für alle Außenstehenden: das Datum ergab sich aus der Ähnlichkeit der beiden Sätze May the fourth und May the force (be with you).
Also, für alle N24-Dolmetscher zum Mitschreiben: Am vierten Mai sind wir bei Ihnen. Beginn ist 21:30

The People vs George Lucas

Für kaum eine Beziehung ist das Wort „Hassliebe“ zutreffender als für die zwischen George Lucas und den Anhängern der von ihm geschaffenen STAR WARS-Saga. Denn ob man Lucas nun dafür hasst, die Original-Trilogie ständig zu verändern und beim bloßen Gedanken an Jar Jar Binks Brechreiz bekommt oder ob man nach wie vor hinter dem Meister steht und sich sicher ist, dass Greedo schon immer zuerst geschossen hat, eins steht fest: Jeder Fan hat dazu eine Meinung und diese ist des Öfteren extrem.

Dieser nach wie vor hitzigen Debatte hat sich Dokumentarfilmer Alexandre O. Philippe angenommen und die Fangemeinde online dazu aufgerufen, ihm dafür Material zu schicken.

Drei Jahre, 634 Stunden Filmmaterial, 126 Interviews (u.a. mit Gary Kurtz und Francis F. Coppola) und nur drei Morddrohungen später ist THE PEOPLE vs GEORGE LUCAS nicht nur das Ergebnis einer wahren Odyssee, sondern auch ein umfassender, nostalgischer aber vor allem liebevoller Blick auf eines der größten Phänomene der Filmgeschichte.

Fanboys

FANBOYS - © Capelight

Nostalgisch wird es auch in FANBOYS: Wir schreiben das Jahr 1998. Wenige Wochen vor der Kinopremiere von EPISODE I ist die Welt noch in Ordnung, die allgemeine Vorfreude gigantisch und das am kontroversesten diskutierte Thema der vier eingefleischten STAR WARS-Geeks Hutch, Windows, Eric und Linus ist der Kuss zwischen Luke und Leia in DAS IMPERIUM SCHLÄGT ZURÜCK.

Doch dann erkrankt Linus an Krebs und seine Chancen, den Kinostart von EPISODE I noch zu erleben, sind verschwindend gering. Also schmieden seine Kumpels einen halsbrecherischen Plan: Um es Linus doch noch zu ermöglichen, den Film zu sehen, kidnappen sie ihn kurzerhand und begeben sich mit ihm auf eine aberwitzige Reise quer durch die USA, das Ziel stets fest im Blick: George Lucas‘ legendäre Skywalker-Ranch.

Laut, schrill und vollgepackt mit Querverweisen und Seitenhieben nicht nur auf STAR WARS inszenierte Kyle Newman diesen unterhaltsamen, sympathischen Roadtrip mit zahlreichen Gastauftritten. Möge die Macht mit den Jungs sein.