JUNGER DEUTSCHER FILM: Die Hände meiner Mutter

JUNGER DEUTSCHER FILM: Die Hände meiner Mutter

Etwa 10 – 20 Prozent der Missbrauchsfälle werden von Frauen begangen, so die Zeitschrift des Bundesvereins zur Prävention von sexuellem Missbrauch. Bei Missbrauch gehen wir meist automatisch von einem männlichen Täter aus. Doch die Welt ist komplex. Das weiß...
JUNGER DEUTSCHER FILM: Marija

JUNGER DEUTSCHER FILM: Marija

Marija, eine junge Ukrainerin, verdient sich ihren Lebensunterhalt als Reinigungskraft in einem Hotel in Dortmund, träumt jedoch von einem eigenen Friseursalon. Aus diesem Grund legt sie jeden Monat etwas Geld beiseite, als eine fristlose Kündigung ihren Traum in...
JUNGER DEUTSCHER FILM: Luca tanzt leise

JUNGER DEUTSCHER FILM: Luca tanzt leise

Morgens aufstehen, sich waschen, frühstücken – für viele Menschen banaler Alltag, für andere eine tägliche Tortur. In Deutschland leben etwa vier Millionen Menschen, die an Depression leiden – Tendenz steigend. Diesem heiklen Thema nimmt sich der junge deutsche...
JUNGER DEUTSCHER FILM: Looping

JUNGER DEUTSCHER FILM: Looping

Leila ist 19 und ein Rummel-Kind. Doch zwischen Auto- Scooter und Zuckerwatte versteht das sensible Mädchen keiner. Nicht mal ihre beste Freundin Sarah, in die sie heimlich verliebt ist. Als eine chaotische Nacht in der Notaufnahme endet, lässt sich Leila freiwillig in eine psychiatrische Klinik einweisen.

JUNGER DEUTSCHER FILM / EMPFINDSAMKEIT: Das Floß!

JUNGER DEUTSCHER FILM / EMPFINDSAMKEIT: Das Floß!

„Warum liest du denn die Eltern?“ fragt Charly machohaft. Daraufhin Katha sarkastisch: „Warum liest du denn den Kicker, du spielt doch auch kein Fußball?!“ In jener Szene kristallisiert sich das Leitmotiv der Regisseurin Julia Kaiser für ihren Debütfilm: Gesellschaftlich anerkannte Geschlechter-Stereotype in ein 1000-Teile-Puzzle zu zerlegen, um sie dann mutwillig wieder falsch zusammenzusetzen. Kathas reine Männer-Junggesellentruppe will nämlich so gar nicht dem Klischee des „echten“ Kerls entsprechen. Da ist ihr Bruder Tobias, der unter Verlustängsten leidet und ständig am Handy hängt, um seiner Freundin romantische Messages zu schicken. Ihr Arbeitskollege Ken ist attraktiv, aber schüchtern. Der potentielle Samenspender für Kathas und Janas gemeinsames Kind schämt sich offenbar nicht mehr, zuzugeben, dass er die Zeitschrift Eltern studiert. ‘Die Macher‘ in diesem Film, das ist sicher nicht die Horde Jungs, mit denen sich Katha an ihrem Junggesellenabschied auf ein winziges Floß zwängen muss – nein – das sind sie selbst und ihre Lebensgefährtin Jana. Problem: Beide fragen sich akut vor dem Bund des Lebens, ob da nicht noch jemand Besseres kommen könnte. Und okay, zugegeben, zwei Frauen, die von einer Hochzeit träumen: Klischeealarm… Aber die Ambivalenz der Charaktere stellt klar, dass politische Lebenshaltungen eben nicht zwangsweise widerspruchsfrei gelebt werden müssen. Julia Kaisers Kredo: Fuck it! Ihre Figuren dürfen sehr wohl nonkonformistisch ihre Homosexualität ausleben und trotzdem im selben Atemzug dem Hang zum Konventionellen nachgehen, denn am Ende ist doch sowieso jeder seines Glückes Schmied.