Queergestreift Filmfestival

Unser Filmfestival Queergestreift ist eine Hommage an Vielfalt und ein Appell an alle, sich nicht der Diktatur normativer Einschränkungen zu unterwerfen.

Queer – mit diesem Begriff können sich Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle identifizieren. Natürlich ist es nicht nur für diejenigen gedacht, die sich frei außerhalb der Heterosexualität bewegen. Das Festival ist bestens geeignet für alle, die gute Filme unabhängig von der Thematik zu schätzen wissen und solche, die einfach nur neugierig sind auf Streifen, die man nicht überall zu sehen bekommt. Das Queergestreift findet jedes Jahr im Frühling statt wird immer durch eine legendäre Party eröffnet und durch Vorträge und Regisseurbesuche begleitet.

Das Zebra Kino veranstaltete bereits in 1980er-Jahren jährlich ein schwul-lesbisches Filmfestival namens Warmer Winter. Damals wurde es im Zuge der allgemeinen Forderung nach sexueller Freiheit ins Leben gerufen, ganz nach dem Motto „Make love, not war – und mit wem und wie vielen ihr wollt.“ Die Jahrzehnte danach hat es dann auch ganz selbstverständlich jedes Jahr seinen Platz im Zebra-Programm beansprucht.

Heute, da Homosexualität gesellschaftlich anscheinend stärker akzeptiert ist als je zuvor, wird dennoch (oder gerade deswegen) die Existenzberechtigung eines solchen Festivals häufig in Frage gestellt. Für uns bedeutet das allerdings, dass die Tatsache allein, dass das Queergestreift Diskussionsstoff liefert bereits ein Grund ist, warum es noch nicht obsolet geworden ist. Ohne Festival keine Diskussion, ohne Diskurs keine Reflexion und ohne Reflektion kein Bewusstsein, ohne Bewusstsein keine Bewegung und ohne Bewegung keine Veränderung.

Ende der 2000er wurde aus dem Warmen Winter dann das Queergestreift. Das Wort queer ist im Gegensatz zu schwul-lesbisch nicht mehr nur auf Sexualität beschränkt, vielmehr steht es für alles, was nicht in das normative Bild der Gesellschaft passt, sei es auf sexueller, Identitäts- oder anderer Ebene. Es geht nicht nur um Toleranz von Homo- und Bisexualität. Es geht darum,  restriktive Definitionen von Sexualität und Geschlecht aufzubrechen und zu hinterfragen, was „normal“ eigentlich ist.

Ihr fragt euch immer noch, warum es solch ein Festival geben muss? – Diese Frage ist eure Antwort.

Mehr Informationen unter: www.queergestreift.com

__
Foto: incurable_hippie