Das Zebra und seine Streifen

Als kommunales Kino steht unser Programm unter dem Motto “Andere Filme anders zeigen.” Wir zeigen Filme nicht, um damit Gewinne zu erzielen, sondern weil wir von der Qualität der Filme überzeugt sind. Deshalb geben wir dem Kino eine Chance, das in den kommerziellen Lichtspielhäusern keinen Platz findet. Das bedeutet für uns eine programmatische Bandbreite, in der Dokumentar-, Experimental- und Kurzfilme genauso ihren Platz finden wie alte Filmklassiker, die wir wieder auf die Leinwand bringen.

Unser Programm wird auf unseren wöchentlichen Sitzungen basisdemokratisch beschlossen. Das bedeutet, dass über jeden Film diskutiert und abgestimmt wird. Auf rund 10 freie Slots im Monat kommen zwischen 30 und 80 interne und externe Filmvorschläge – das fertige Programm ist also stets das Resultat eines langen Diskussions- und Kurationsprozesses.

In gewisser Weise ist unser Programm deswegen auch jeden Monat ein bisschen anders. Dennoch gibt es einige formale und inhaltliche Konstanten, die das Zebra prägen.

Ein Herz für andere Filme

Nach Schubladen oder Kinostartlisten arbeiten ist nicht unser Stil. Kommunale Filmarbeit heißt für uns zudem nicht, dass wir Geschmackspolizei spielen und lediglich ein bestimmtes Genre oder Filmland bedienen. Ein düsterer Horrorthriller kann genauso seinen Platz im Programm finden wie ein romantisches Arthousedrama oder ein trashiger B-Movie aus den 1970ern. Je bunter das Programm ist, desto besser!

Original statt Synchronisation

Als Kinofans möchten wir Filme möglichst unverfälscht zeigen. Das bedeutet für uns, auf deutschsprachige Synchronisationen zu verzichten, wann immer es möglich ist. Stattdessen laufen fremdsprachige Filme in der Regel bei uns in ihrer Originalfassung mit deutschen Untertiteln – außer etwa in Kinderfilmen und im Open Air. Das machen wir schon seit unserer Eröffnung vor über 30 Jahren so.

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Über Filme sprechen

Gerne ergänzen wir manche Filme mit einem Rahmenprogramm, etwa durch Vorträge, Filmgespräche, Besuche von Regisseur_innen oder Lesungen. Meist arbeiten wir hierbei mit einer Vielzahl an lokalen Organisationen, Institutionen und Vereinen in Kooperationen zusammen.

Kooperationspartner
  • Kulturbüro der Stadt Konstanz
  • Stadttheater Konstanz
  • Kulturamt Radolfzell
  • Volkshochschule Singen-Konstanz (vhs)
  • Uni Konstanz (Fachbereich Literaturwissenschaft, AG Medienwissenschaft)
  • AStA-Kino der Universität Konstanz
  • DAAD Universität Konstanz
  • Academic Staff Development der Universität Konstanz
  • CSD Konstanz / Kreuzlingen (Queergestreift Filmfestival)
  • Deutsch-Französische Vereinigung
  • Landesmedienzentrum Stuttgart
  • Kreismedienzentrum Konstanz
  • KiKuZ (Kinder-Kultur-Zentrum)
  • JuZe
  • Hospizverein Konstanz
  • Weltladen Konstanz
  • amnesty international
  • Greenpeace Gruppe Bodensee
  • Bund Konstanz
  • ATTAC Konstanz
  • Treffpunkt Chérisy
  • Studieren ohne Grenzen
  • Belladonna – Frauen und Kultur
  • und viele, viele, viele mehr…

Reihen und Schwerpunkte

Wir planen unser Programm immer für einen ganzen Monat im Voraus. Dabei legen wir verschiedene Slots für Reihen und für monatliche Schwerpunkte fest.

Reihen sind dabei wiederkehrende Formate, die teils seit mehreren Jahren im Zebra ihre Tradition eingenommen haben. Schwerpunkte wechseln monatlich bis alle zwei Monate, um unser Programm so abwechslungsreich wie möglich zu halten.

Es folgt eine kleine Auswahl an unseren Reihen…

 Junger Deutscher Film

Seit 2005 präsentieren das Weitwinkel-Kino (Singen) und das Zebra Kino (Konstanz) gemeinsam die Filmreihe „Junger Deutscher Film“. Hier wird junges deutsches Nachwuchskino präsentiert, Erstlingswerke von deutschen Regisseuren. Die Kinos möchten damit die neuen Regietalente auch im Rahmen von Gastbesuchen dem Publikum nahebringen. Damit soll ein neuer Einblick in das deutsche Kino gegeben werden: eine Szene,die viel Potential birgt und auf die Leinwand gehört! Ebenso wie das Zebra Kino ist auch das Kommunale Kino Weitwinkel in Singen ein eigenständiger Kino-Verein und besteht seit 1987.

Millionen

(Fabian Möhrke, 2014)

Little Thirteen

(Christian Klandt, 2012)

Die Unsichtbare

(Christian Schwochow, 2012)

Creature Features

Wolfcop & Sharknado 2

 

Lovecraft Madness

 

Re-Animator (’84) & Bride of Re-Animator (’89)

Neo Giallo

Berberian Sound Studio & Masks

Moonlight Madness

Inspiriert vom klassischen Begriff des „midnight movie“ bildet die Moonlight Madness seit 2011 einen festen Bestandteil unseres Programms. Hiermit etabliert das Zebra eine feste Filmnacht, die jeden Monat am Samstag nach Vollmond im extravaganten Gewand auftritt. Und gerade deswegen haben nicht nur wir, sondern auch unser Publikum sie so lieb gewonnen. Die Moonlight Madness ist geprägt von einem verschrobenen Programm, das Filme zeigt, die an einem einzelnen Kinoabend vielleicht nicht „zünden“ oder untergehen mögen, im Rahmen einer Filmnacht mit Partystimmung aber eine ganz andere Wirkung entfalten.

Kooperation mit dem Theater Konstanz

Das Theater trifft das Filmtheater – und zusammen werfen sie einen Blick aus zwei Per­spektiven auf gemeinsame Themen, Stücke, Filme. Das Theater Konstanz und das Zebra Kino bringen in ihrer Kooperation jeweils eine Theaterpremiere und eine Filmauf­führung in Berührung. Film und Theaterstück sollen zwei Aussagen zu einem gemein­samen Thema sein, sie sollen einander kommentieren und sich ergänzende, neue Blickwinkel vermitteln.

Gestartet wurde die Kooperation im Zebra Kino am 26.6.2005 mit dem Stummfilmklassi­ker von Fritz Lang Die Nibelungen Teil 1: Siegfried, mit Bo Wiget am Cello. Die Initia­tive zu dieser Veranstaltungsreihe ging von den Freunden des Stadttheaters, insbeson­dere von Frau Erika Fresen aus und wurde von der Intendantin des Theaters sowie der Zebra-Geschäftsführerin sofort unterstützt und mit Leben versehen.

Bett der Gewalt

(Pier Paolo Pasolini, 1963)

Image Problem

(Simon Baumann & Andreas Pfiffner, 2012)

Fish Tank

(Andrea Arnold, 2010)

Under the Skin

(Jonathan Glazer, 2013)

Enemy

(Dennis Villeneuve, 2013)

Tore tanzt

(Katrin Gebbe, 2013)

Aktueller Film

Auf den ersten Blick mag es widersprüchlich klingen, den „Aktuellen Film“ als Reihe zu bezeichnen: Jedes Jahr startet eine unglaublich große Vielzahl an neuen Filmen, die durch das Raster größerer Kinos fallen. Wir möchten diesen Filmen dennoch den Weg auf die große Leinwand ermöglichen. Grundsätzlich gilt unser Interesse dabei den neuen Filmen, die auf ihre eigene Art und Weise besonders sind: etwa weil sie zu düster, zu sperrig, zu lustig oder zu bissig für ein größeres Mainstream- oder Arthouse-Kino sind. Auch werfen wir gerne ein Auge auf Debütfilme junger, internationaler Regisseur_innen.