Auszeichnungen

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Kinopreis 2016 des Kinematheksverbundes: 2. Platz in der Kategorie Kino, das wagt

Nach fünfzehn Jahren wurde der Kinopreis des Kinematheksverbundes, der jährlich Kommunale Kinos und filmkulturelle Initiativen für herausragende Programme und kontinuierliches Engagement für eine anspruchsvolle und vielfältige Kinokultur würdigt, novelliert. Dank der Unterstützung der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, Monika Grütters, wurde die Gesamtsumme der Preise erhöht und mit insgesamt 30.000 Euro ausgestattet. Zudem ist ein Spitzenpreis („Lotte-Eisner-Preis“) in Höhe von 6.000 Euro eingerichtet worden, um ein besonders verdienstvolles oder innovatives Kino zu prämieren.

Die Kategorie „Kino, das wagt“ würdigt Programme, die neue filmästhetische Perspektiven anbieten. Dies zielt auf die Präsentation filmkünstlerischer Werke abseits des Mainstreams sowie innerhalb der verschiedensten Genres. Gewürdigt werden sollen innovative Ansätze in Programmstruktur und Präsentationsformen.

Die Begründung für die Auszeichnung mit dem zweiten Platz in der Kategorie „Kino, das wagt“:

Das Zebra-Kino, Kommunales Kino Konstanz e.V., gründete unter seinem Motto „Andere Filme anders zeigen“ das Shivers Genre-Filmfest und zeigt monatliche Mondlicht-Tollheiten.

Kinopreis 2013 des Kinemathekverbunds: Spezialpreis

Die Kommunalen Kinos im Landkreis Konstanz – das Kommunale Kino Weitwinkel e.V. Singen und das Zebra-Kino e.V. Konstanz – sind beim Kinopreis des Kinematheksverbund 2013 jeweils mit einem Spezialpreis ausgezeichnet worden.

 

Die 14. Vergabe des Kinopreises des Kinematheksverbundes fand im Rahmen des diesjährigen Kolloquiums der Deutschen Kinemathek am 13. September 2013 im Filmhaus am Potsdamer Platz statt.

 

Mit dem Kinopreis des Kinematheksverbundes werden alljährlich nichtkommerzielle Kinos für ihre herausragenden Programme und ihr kontinuierliches Engagement für eine anspruchsvolle und vielfältige Kinokultur in Deutschland gewürdigt. Bis Ende Juni konnten sich Kinos aus der gesamten Bundesrepublik bewerben. Die Bewerber sind vor allem Kommunale Kinos, die zum Teil schon seit den 70er-Jahren existieren und sich seither beständig der Filmkultur widmen. Sie zeigen thematische Filmreihen und umfangreiche Retrospektiven, laden ein zu Gesprächen mit Regisseuren und Schauspielern, veranstalten Symposien und Festivals, zeigen Stummfilme mit Live-Begleitung und übernehmen Aufgaben der medialen Bildung. Kommunale Kinos werden von den Kommunen und Ländern unterstützt, teilweise jedoch mit geringen Mitteln, dass ohne die Mithilfe von Ehrenamtlichen und Cineasten die Programmarbeit in dieser Qualität nicht realisiert werden könnte.

 

Eine Jury wählte die Preisträger aus den bundesweiten Bewerbungen aus. Kriterien dafür waren z.B. die Vermittlung von Filmgeschichte, Angebote für Kinder und Jugendliche, eine ideenreiche Programmgestaltung oder ein soziales Engagement vor Ort.

 

Neben vier Preiskategorien vergab die Jury auch fünf Spezialpreise für ehrenamtlich arbeitende Kinos. „Damit soll die verdienstvolle filmkulturelle und sozial relevante Arbeit vor Ort gewürdigt werden, die diese Initiativen trotz mangelnder struktureller und finanzieller Ressourcen leisten“, so die Jury.

 

Zwei dieser Spezialpreise gingen in den Landkreis Konstanz: sowohl das Weitwinkel Kino in Singen als auch das Zebra Kino in Konstanz durften sich über eine Auszeichnung freuen. Die Jury lobte das Weitwinkel Kino in der Begründung für „ein qualitativ anspruchsvolles Programm mit klassischem Kommunalkino-Programm, aber auch vielen interessanten Themenreihen, z.B. Zeitenwende.“ Das Zebra Kino wurde insbesondere für seine basisdemokratischen, ehrenamtlichen Strukturen gelobt: „Das Programm entsteht in der allwöchentlichen Mittwochssitzung, in der nach dem Prinzip der Basisdemokratie sämtliche Entscheidungen getroffen werden.“

Die beiden kommunalen Kinos Weitwinkel und Zebra werten den Spezialpreis des Kinematheksverbundes 2013 gemeinsam als eine wichtige Referenz der Würdigung und Bestätigung der Qualität ihrer filmkuturellen Arbeit  –  und damit auch als Motivierung für das künftige, in beiden Kinos mehrheitlich ehrenamtliche, kulturelle Engagement. „Wir freuen uns sehr über die gemeinsame Auszeichnung, die umso mehr zeigt, wie wichtig die Vernetzung und Zusammenarbeit der kommunalen Kinos im Land ist. Das Weitwinkel und das Zebra Kino pflegen seit Jahren eine enge Kooperation, beispielsweise in unserer gemeinsam kuratierten Reihe ‚Junger deutscher Film‘“, so Peter Link, Vorstand des Weitwinkel Kinos.

In dieser Reihe finden seit 2005 insbesondere Erstlingswerke junger Filmemacher ihren Weg auf die Leinwände beider Kinos. „Oft sind dabei auch die Regisseurinnen und Regisseure der jeweiligen Filme selbst in Singen und Konstanz vor Ort und stellen sich dem Publikum in einem Filmgespräch.“, so Marco Marrandino, Geschäftsführer des Zebra Kinos. Die Reihe „junger deutscher film“ wird von beiden Kinos bereits seit 2005 gemeinsam kuratiert und organisiert. Darüber hinaus arbeiten die Kinos auch bei anderen Veranstaltung punktuell zusammen und sind im Landesverband der Kommunalen Kinos in Baden-Württemberg (LKK) engagiert.

Kinopreis 2008 des Kinemathekverbunds: 2. Platz

Im feierlichen Rahmen wurde am Samstag, dem 14. Juni 2008 in der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen in Berlin der Kinopreis 2008 des Kinematheksverbundes verliehen. In vier nach Ortsgröße gestaffelten Kategorien wurden 12 Kommunale Kinos für ihre herausragenden Jahresprogramme prämiert.

In der Kategorie III (Städte von 50.000 – 130.000 Einwohner) wurde das Zebra Kino mit dern 2. Preis ausgezeichnet.

Auch 2007 bewies das Kommunale Zebra Kino großes Engagement und Neugier für die anspruchsvolle Filmkunst. Als filmkulturelle Einrichtung präsentiert es ein innovatives, die Stadt und die Welt einbeziehendes Programm für die Menschen vor Ort und arbeitet mit zahlreichen Institutionen zusammen. Die kuratorische Unabhängigkeit erlaubt ein Eingehen auf gesellschaftliche Entwicklungen, aber auch die vertiefende Vermittlung des filmkulturellen Erbes.

Die jeweiligen Hauptpreise sind mit 4.000 Euro und die zweiten Preise mit 1.000 Euro dotiert. Die jeweils dritten Preisträger erhalten ein Jahresfreiabonnement der renommierten Zeitschriften „epd Film“ und „film-dienst“ sowie insgesamt drei Ausleihen zu Sonderkonditionen aus den Filmarchiven des Bundesarchivs, des Deutschen Filminstituts – DIF und der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen.

Prominenter Preispate war dieses Jahr der Regisseur Christoph Hochhäusler, der zu Beginn der Veranstaltung die bedeutende Rolle der Kommunalen Kinos für die Vermittlung der Filmkunst hervorhob.

Die Jury bildeten Peter Claus (Verband der deutschen Filmkritik), Jeannette Eggert (AG Dokumentarfilm), Michael Höfner (AG Verleih), Dieter Krauß (Bundesverband kommunale Filmarbeit) und Ralf Schenk (Kinematheksverbund).

Deutscher Kinemathekspreis 2007 - 1. Platz

In diesem Jahr hat es das Zebra Kino geschafft: es hat den 1. Preis des deutschen Kinematheksverbundes gewonnen! Beim Kinopreis 2007 am 23. Juni im Filmhaus am Potsdamer Platz in Berlin wurde die Arbeit des Zebras in der Städtekategorie IV (Städte mit 50.000 bis 100.000 Einwohner) mit dem 1. Preis ausgezeichnet – nach zwei zweiten Plätzen in den Vorjahren.

Die Begründung der Jury: „Der 1. Preis geht an das Zebra Kino in Konstanz. Ob Filmreihen über Afrika, oder Horror-Nächte, ob Super-8-Filme oder Arbeiten von Peter Sempel, Fred Kelemen, oder Lutz Dammbeck – im Konstanzer Zebra Kino findet all das eine Heimat, was auf den Leinwänden kommerzieller Anbieter kaum mehr wahrgenommen werden kann. Mit der Bespielung eines solch breiten Spektrums erfüllte das 100-Plätze Haus “mit den bewegten Streifen“ auch im Jahr 2006 wieder gültige Ansprüche eines Kinos jenseits des Mainstreams. Innerhalb des Zebra-Kinos aktiven Filmclubs 14+ und Pegasus wird zudem wichtige Nachwuchsarbeit geleistet, mit der die Idee des ‚anderen Kinos’ schon heute ihre Vermittlung an die nächste Generation erlebt“.

Der erste Preis wurde von der Schauspielerin Jutta Hoffmann überreicht. Der 2. Preis in der Kategorie IV ging an das Kommunale Kino Offenburg (auch Baden-Württemberg!) und das Kommunale Kino mon ami in Weimar.

Hintergrund Kinopreis: Der Kinopreis des Kinematheksverbundes prämiert Kommunale Kinos, die im vergangenen Jahr bundesweit herausragende Programme präsentiert haben. Als KinoKunst-Preis der deutschen Filmarchive würdigt er bereits zum achten Mal das kontinuierlich große Engagement der Kommunalen Kinos für die anspruchsvolle Kinokultur. Geehrt wurden 15 Kommunale Kinos in fünf nach Ortsgröße gestaffelten Kategorien. Der erste Preis je Kategorie ist mit 4.000 € dotiert, der zweite mit 2.500 €; der dritte wird mit einer Urkunde geehrt. Auswahlkriterien sind u.a. die Anteile von Stummfilmen, Themenreihen, deutschen Produktionen und Dokumentarfilmen am Gesamtprogramm des Jahres 2006 sowie besondere Präsentationsformen. Die Jury bilden Peter Claus (Verband der deutschen Filmkritik), Michael Höfner (AG Verleih), Claus Löser (Kinematheksverbund), Dieter Krauß (Bundesverband kommunale Filmarbeit) und Dr. Kerstin Stutterheim (AG Dokumentarfilm).

Die Verleihung des Preises: Der Kinopreis 2007 wurde am 23. Juni im Kino Arsenal 1 im Filmhaus am Potsdamer Platz in Berlin, am Ende des Kolloquiums „Vom Trümmerkino zum Zoo Palast“, vergeben. Der Stummfilmpianist Stephan Graf von Bothmer hatte die Ehre die Veranstaltung zu moderieren und musikalisch zu begleiten. Kurzfilme zum Thema Kino lockerten das Programm auf. Erstmals verliehen prominente Gäste die Preise in den fünf Kategorien und ließen dem Kinopreis damit gebührende öffentliche Aufmerksamkeit zuteil werden. Paten waren die Schauspielerin Jutta Hoffmann („Der Dritte“, „Der alte Affe Angst“), die Regisseure Michael Verhoeven („Die weiße Rose“), Robert Bramkamp („Die Eroberung der Mitte“) sowie der Dokumentarfilmer Florian Opitz („Der große Ausverkauf“).

Rückblick und Aussichten: Die Jury schätzt die Arbeit der kommunalen Kinos im vergangenen Jahr folgendermaßen ein: „Wie in jedem der zurückliegenden Jahre war es auch diesmal nicht immer einfach, die Preise zu entscheiden. Nahezu alle Kinos, die eingereicht haben, lassen erkennen, dass sie hochmotiviert und engagiert arbeiten. Daraus folgt, dass nicht alle Kinos, die keinen Preis bekommen haben, nicht preiswürdig gewesen wären. Oft sind es dann Details, die eine Entscheidung in die eine oder andere Richtung befördern. Einige Kinos sind seit Anfang dabei und es ist interessant, den Werdegang und den unermüdlichen Einsatz der Kinomacher über eine längere Zeit zu verfolgen. Fast alle Bewerber sind besser, das heißt übersichtlicher und auch aussagekräftiger geworden. Einige Kinos sind mittlerweile dazu übergegangen, auch ihre Motivation und ihr Selbstverständnis darzulegen. Kommunale Kinos sind als Ort der Begegnung und der Pflege der Filmkunst zu verstehen. Als Ort, an denen man sich austauschen kann oder etwas zusätzlich erfahren könnte, als Ort in dem der Film mit anderen Künsten in Korrespondenz tritt und eine Basis bietet, über uns und die Realität, in der wir leben, aber auch unsere Träume und Hoffnungen diskutieren. Traumkino mit Gesprächsraum“.

Den bisherigen Preisträgern verhalf die Auszeichnung zu größerer öffentlicher Aufmerksamkeit und ermöglichte weitere innovative Kinoprogramme oder technische Neuanschaffungen. Für die Zukunft wünschen sich die Deutsche Kinemathek (Berlin) sowie der Bundesverband Kommunale Filmarbeit (Frankfurt/Main), die Dachorganisation der kommunalen Kinos, eine finanzielle Aufstockung dieses wichtigen Preises für KinoKunst. Sowohl die Länder als auch der Bund (BKM) dürfen ihre Verantwortung für die Förderung von KinoKunst zukünftig nicht vernachlässigen. nur so ist eine angemessene hochwertige Kinoarbeit weiterhin möglich, die auch entsprechend gewürdigt werden muss.

Deutscher Kinemathekspreis 2006 - 2. Platz

(Zebra News vom 18. September 2006) Liebes Zebrapublikum,

freudestrahlend dürfen wir berichten, daß wir, wie im Vorjahr, auch im Jahr 2006 den 2. Kinopreis des Kinemathekenverbundes in Berlin erhalten haben und somit unsere preiswürdige Programmarbeit aufs Neue nachweisen können.

Die Preisverleihung fand im Rahmen des Kolloquiums Special Effects im deutschen Spielfilm am 16. September 2006 im Kino Arsenal in Berlin statt. Trotz unserer vergleichsweise bescheidenen finanziellen Ausstattung ist es uns gelungen, die Jury mit unserem vielfältigen und ungewöhnlichem Programmangebot zu überzeugen. Damit wurde das hohe Niveau unserer überwiegend ehrenamtlichen Arbeit belohnt und wir geben den Dank gleich an EUCH weiter, denn nur durch unser neugieriges Publikum, das unser Angebot annimmt, werden wir ermutigt – trotz aller Stolpersteine – in unserer Entwicklung fortzufahren. Unser Filmprogramm überzeugte die Juroren „durch eine ausgewogene Mischung von zeitgenössischer und klassischer Filmkunst und durch Reihen, für die man durchaus ein wenig Mut braucht, wie etwa junger deutsch(sprachiger) Film“, so die Jurybegründung. Diese Filmreihe entstand durch enge Zusammenarbeit mit dem Weitwinkel Kino in Singen, das ebenfalls den 2. Platz in einer anderen Städte-Kategorie gewonnen hat. Herzlichen Glückwunsch nach Singen!

Bis bald im Zebra!

Hintergrund: Zum siebten Mal wurde der Kinopreis des Kinemathekenverbundes am 16. September in Berlin vergeben. Der Kinopreis wird in fünf Kategorien vergeben, die sich jeweils nach der Einwohnerzahl, der sich bewerbenden Städte richten. Jedes Kino hat innerhalb seiner Kategorie die Chance, einen der ersten drei Plätze zu belegen. Der erste Preis je Kategorie ist dotiert mit 5.000 €, der zweite mit 2.500 €, der dritte wird mit einer Urkunde geehrt. Eine Jury wählt die Preisträger aus. Kriterien dafür sind z.B. die Anteile von Stummfilmen, deutschen Produktionen oder Dokumentarfilmen am Gesamtprogramm des Jahres 2005. Kommunale Kinos sind in den siebziger Jahren entstanden und widmen sich der Filmkultur. Es gibt bundesweit 160 Einrichtungen. Sie zeigen thematische Filmreihen, führen Gespräche mit Regisseuren und Schauspielern, veranstalten Symposien, zeigen Stummfilme mit Live-Begleitung – und übernehmen die Aufgabe der medialen Bildung. Die Kommunalen Kinos werden subventioniert. Sie können aber ohne die ehrenamtliche Programmarbeit von Cineasten nicht bestehen. Die Auswirkung des Kinopreises ist trotz der bescheidenen Dotierung nicht zu unterschätzen: Einige Kinos, die im letzten Jahr mit ihrem Programm überzeugt haben und den Preis gewannen, waren im Vorjahr noch von der Schließung bedroht. Sie haben zusätzlich zu ihren eigenen Aktivitäten durch den Kinopreis eine große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit bekommen. Mit den Preisgeldern konnten Ideen realisiert werden, die eine Werbewirkung für das Kino hatten und andere Effekte nach sich zogen.

Deutscher Kinemathekspreis 2005 - 2. Platz

Der Kinematheksverbund, die Vereinigung der deutschen Filmarchive und Filmmuseen, hat am Samstag, 25. Juni 2005 fünfzehn Kommunale Kinos in Deutschland für ihre herausragenden Filmprogramme im Jahr 2004 ausgezeichnet – im Rahmen des Kolloquiums ‚Der frühe Film bis 1915‘ im Filmhaus in Berlin.

In der Kategorie IV (Städte mit 50.000 – 100.000 Einwohnern) wurde das Zebra-Kino, Konstanz mit dem 2. Preis ausgezeichnet. In der Begründung dazu heißt es: „Das Zebra-Kino in Konstanz mit seinem hübschen Namen hat ein preiswürdiges und inhaltsreiches Programm zu bieten. Es ist seine Zusammenarbeit mit vielen verschiedenen sozialen, politischen und anderen kulturellen Einrichtungen hervorzuheben, denn sie schützt vor ideellen Blackouts und erweitert Blickwinkel (und der sollte im Medium Film maßgebend sein). Filmgespräche mit RegisseurInnen, Chancen für Amateurfilmer ihre Arbeit zu präsentieren, erheiternde Kurzfilme und Kurzfilmfeste, ein von Jugendlichen organisiertes Programm, all das und noch viel mehr ist im wahrsten Sinne des Wortes Kommunales Kino, Kino von unten und mit Geschichte.“ Vom Zebra-Kino wurde der Preis von Verena Schlossarek und Thomas Schöneborn (s. Foto) freudig entgegengenommen. Ausgezeichnet wurden Kommunale Kinos und Einrichtungen, die sich mit einem herausragenden Jahresfilmprogramm um die Präsentation jener Filme verdient gemacht haben, die oft durch das Raster des Marktes fallen, auch wenn sie vielleicht auf vielen Festivals preisgekrönt wurden. Dazu gehört aber auch die Filmgeschichte, Dokumentarfilme, kurze und experimentelle Produktionen, unbekannte und vergessene Kinematografie und nicht zuletzt deutsche Filme von Debütanten, die keinen Verleih gefunden haben.

Zum dritten Mal wurde neben den mit 5.000 EUR dotierten ersten Preisen und den mit 2.500 EUR dotierten zweiten Preisen auch ein dritter Preis, verbunden mit einer Urkunde, vergeben. Der Kinopreis wurde in fünf Kategorien nach der Größe der Städte unterteilt.

Kriterien bei der Bewertung der Filmprogramme waren: – Vielfalt des Programmes in Bezug auf Produktionsländer, Genres und Produktionsjahre – Formate und Fassungen der gezeigten Filme – Konzeption von Filmreihen – Gestaltung der Programmhefte – Kooperation mit anderen Einrichtungen – Besucherakzeptanz – Organisationsform und Umfeld des Kinos – Technische Ausstattung – Finanzierung daneben musste ein angemessener Anteil an deutschen Film im Programm berücksichtigt werden. Der Preis erlaubt den Kommunalen Kinos, ihre filmkulturelle Arbeit stärker ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Darüber hinaus, ist er auch für uns ein Ansporn, im Wettbewerb die Qualität der Programme weiter zu steigern.

In der allgemeinen Begründung der Jury wurde besonders hervorgehoben, daß es insgesamt mehr auszeichnungswürdige Kinos gibt, als Preise zu vergeben waren. Erneut war wieder der vergleichsweise hohe Anteil Kommunaler Kinos aus Baden-Württemberg in der engeren Auswahl bemerkenswert, was dann auch zu insgesamt vier Auszeichnungen in diesem Bundesland führte.