Ein eigenes Farmhaus inklusive Scheune mit ausreichend Platz für das Ausleben der kreativen Ader? Für den recht erfolglosen Künstler und leidenschaftlichen Metalhead Jesse (Ethan Embry) geht ein Traum in Erfüllung, als er zusammen mit seiner Frau Zooey (Kiara Glasco) und Tochter Astrid (Shiri Appleby) das neue Eigenheim im texanischen Hinterland beziehen kann. Dass der Preis aufgrund der mysteriös-düsteren Vergangenheit der Immobilie äußerst günstig ausfällt, stört den stolzen neuen Eigentümer so gar nicht. Ein Anwesen mitten im Nirgendwo, über das wenig schmeichelhafte Gruselgeschichten erzählt werden? Was soll denn da bitte schiefgehen?

Selbstverständlich so einiges, zumal wir uns im neuen Genre-Spaß des australischen Filmemachers Sean Byrne befinden, der sich nach seinem gefeierten Regiedebüt The Loved Ones – Pretty in Blood aus dem Jahre 2009 zwar ein wenig Zeit für sein zweites Werk gelassen hat, dafür aber eindrucksvoll beweist, dass er keinesfalls ein One-Hit-Wonder ist. Und so kommt es, wie es kommen muss: Nach anfänglicher Glückseligkeit plagen den armen Jesse zunehmend unerklärliche Blackouts, nach denen seine Leinwände immer aufs Neue mit ebenso schönen wie verstörenden Malereien gefüllt sind. Eines Abends klopft es schließlich an der Tür und Ray Smilie (Pruitt Taylor Vince) steht vor ihm, der hünenhafte, sichtlich gestörte Sohn der verstorbenen Vorbesitzer. Er will nach Hause. Und hat es dabei auf Astrid abgesehen.

Äußerst temporeich erzählt, in atmosphärische Bilder getaucht und mit einem knackigen Metal-Soundtrack unterlegt, muss sich The Devil’s Candy keinesfalls vor The Loved Ones oder anderen Kulthits der letzten Jahre verstecken. Ein rundum gelungener Geheimtipp.

 

 

Spieltermine: Di., 27.06.17, 21:00 Uhr

Trailer: FSK 16

Film: FSK 18

Englische Originalversion mit deutschen Untertiteln

Kartenreservierungen per Mail möglich