Wir befinden uns im Jahre 1973 irgendwo in einem Neubauviertel Manchesters. Ein junger Mann schließt sich in seinem Zimmer ein, hört David Bowie und vergisst für eine kurze Zeit die Tristesse seiner Umwelt. Die Geschichte des Filmes Control beginnt mit einer Szene, die seinerzeit so ähnlich wohl in unzähligen Wohnungen stattfand.
In diesem Fall handelt es sich bei dem Protagonisten um Ian Curtis, der wenig später der begnadete Sänger der legendären Independent-Band „Joy Division“ werden soll. Mit dem mehrfach (u.a. in Cannes) ausgezeichneten Film Control gibt der weltberühmte Meisterfotograf Anton Corbijn, der mit „Joy Division“ persönlich befreundet war, sein herausragendes Debüt als Filmregisseur. In exquisitem, expressivem Schwarzweiß fotografiert, zeichnet Corbijn äußerst intim das Porträt eines gequälten und verlorenen Mannes, der, von Depression, Schuldgefühlen und Epilepsie geplagt, mit seinem einzigartigen Gesang zu einer der Ikonen der Postpunk-Bewegung wird, aber am Druck des Ruhms und seines Privatlebens zerbricht.
Control ist ein langgehegtes Herzensprojekt, dem man die Sorgfalt in jedem Detail anmerkt und dessen Soundtrack – wie zu erwarten ist – nicht besser sein könnte. Mit Corbijns Talent, sich musikalischen Künstlern in einer nüchternen, persönlichen und doch auch mystifizierenden Art und Weise zu nähern, durften wir uns bereits in seinen zahlreichen Fotografien, Plattencovern und nicht zuletzt den meisterhaften Videoclips von Künstlern wie Nick Cave, Nirvana und vielen anderen vertraut machen.

 

Spieltermine: Do., 27.04.2017, 19:30 Uhr I Fr., 28.04.2017, 21:30 Uhr I Sa., 29.04.2017, 19:00 Uhr I Mo., 1.05.2017, 20:00 Uhr

Trailer: FSK 6; Film: FSK 12

Englische Originalversion mit deutschen Untertiteln

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