Das stolze Aleppo, nach Mekka „Hauptstadt der Islamischen Kultur“, ist 3.800 Jahre alt und mit 1,7 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Syriens. Seit 2012 erlangte sie grausige Berühmtheit als eines der schlimmsten Schlachtfelder des Bürgerkriegs zwischen Assad-Truppen und den Rebellen. Seit Jahren fluten die 3-Minuten-Berichte über die heimische Glotze in unsere sicheren Zimmer. Jeder weiß, Krieg ist schlimm, aber wir gewöhnen uns daran.

Und nun eine Doku über den Krieg dort, über Luftangriffe; Streubomben, Granaten. Und über eine Handvoll Männer, die gegen den Tod kämpfen. Sofort nach den Angriffen fahren sie dorthin, wo die Bomben niedergingen, suchen in den Trümmern nach Überlebenden, versorgen Verletzte, bergen die Leichen. Sie sind immer ganz nah dran an Terror, Gewalt und den Dramen des Krieges. Sie heißen Khaled, Mahmoud, Subhi und sind Mitglieder der „Syrian Civil Defense“, medial bekannt geworden als „Weißhelme“.

Zwei Jahre lang haben die Filmemacher Fayyad und Johannessen die selbstlose Arbeit der freiwilligen Helfer begleitet. Sie porträtieren die Persönlichkeiten, den Mut, die Verzweiflung, ihren spärlichen privaten Alltag in den Ruinen der Stadt.

Der Film schont uns Zuschauer nicht. Er zeigt eindringlich die täglichen Grausamkeiten – und das ist erschütternd. Dennoch folgt er einer gekonnten dokumentarischen Struktur, liefert Bilder von großer filmischer Qualität. Und er verzichtet auf den dummen Versuch „dokumentarisch“ im schlechten Sinn, also objektiv und unparteiisch zu sein. Der Kraft der gezeigten Bilder kann man sich nicht entziehen. Wegschauen geht nicht mehr. Wir erkennen, warum die Menschen vor dieser Hölle fliehen müssen.

Wir zeigen Die letzten Männer von Aleppo in Kooperation mit der Amnesty International Gruppe Konstanz.

 

Spieltermine: Sa., 27.05.17, 19:00 I So., 28.05.17, 21:45 I Mo., 29.05.17, 19:00 I Di., 30.05.17, 21:45

Arabische OmU

Kartenreservierungen per Mail möglich

in Kooperation mit der Amnesty International Gruppe Konstanz