Die Fallgeschichte basiert als Langspielfilm auf dem gleichnamigen mehrfach ausgezeichneten Dokumentar-Kurzfilm (2008) von Cynthia Wade, der über den mühsamen Kampf um die institutionelle Gleichberechtigung eines lesbischen Paares gegen die Homophobie einer US-amerikanischen Behörde in den Jahren 2004-2006 Bericht erstattet. Ron Nyswaner, selbst Aktivist für die Rechte der Homosexuellen, dramatisiert in seinem Drehbuch die sich im Ocean County, New Jersey, zugetragene Begebenheit und macht ein großes Kino-Publikum auf die alltäglich stattfindenden Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft an diesem Fall aufmerksam. Dazu trägt auch die hochklassige und prominente Besetzung bei: Julianne Moore und Ellen Page verkörpern das Paar hingebungsvoll und vermögen bei der politischen Sendung einfühlsam eine kathartische Wirkung zu entfalten.

Die Polizistin Laurel Hester und die Automechanikerin Stacie Andree sind seit vielen Jahren ein glückliches Paar (auch wenn sie es nicht völlig offen nach außen tragen), wohnen im gemeinsam erworbenen Haus zusammen. Plötzlich bekommt Laurel die erschütternde Diagnose des Lungenkrebs im Endstadium mitgeteilt und sie ist nicht nur mit der kräftezehrenden Therapie gegen die schwere Krankheit, sondern auch mit den Gängelungen des Board of Chosen Freeholders in New Jersey konfrontiert. Dort stellt sie den Antrag auf die Übertragung ihrer Pensionsansprüche auf Stacie, auch damit ihre Lebenspartnerin nach Laurels Tod das gemeinsame Haus behalten kann. Den vom Staat anerkannten heterosexuellen Ehepartnern gesetzmäßig zugestandene Maßnahme zur finanziellen Absicherung wird dem unverheirateten lesbischen Paar verwehrt. Laurel zieht vor Gericht mit Unterstützung von einem Polizeikollegen und Steven Goldstein, dem Gründer von Garden State Equality – einer um die Gleichberechtigung kämpfenden LGBT-Organisation, die durch Aktionen auf den Straßen und im Gerichtssaal den Fall breit in den Medien bekannt macht.

Freeheld stellt den Abschlussfilm vom diesjährigen queergestreift dar und wird einmal am Mi. 13. April um 20 Uhr vorgeführt. Wir laden unsere BesucherInnen zu Gesprächsrunden ein und wollen die Ungerechtigkeiten thematisieren, die homosexuellen Paaren im Konstanzer Alltag oder mit den Behörden begegnen. Darüber hinaus würden wir gerne gemeinsam mit unseren Gästen ein Fazit über das Festival ziehen. Besonderer Dank gilt dem Frauenbadminton-Verein Kreuzlingen-Konstanz, mit dem wir zusammen den Abschlussfilm des diesjährigen Queergestreift Festivals präsentieren!

 

 

Spieltermin: Mi., 13.04.16, 20:00 Uhr

Englische Originalversion mit deutschen Untertiteln

FSK 6

Karten können hier via Formular reserviert werden.

In Kooperation mit dem Frauenbadminton-Verein Kreuzlingen-Konstanz