Achtung: Leider müssen wir den Film in seiner deutschen Synchronfassung zeigen!

4.000.000 Kronen sind ein ordentliches Sümmchen Geld. Das denken sich auch vier Ganoven, als sie ihren Boss in Kopenhagen um den prall gefüllten Aktenkoffer prellen. Das sind Torkild und seine Gang – bestehend aus seinen Jugendfreunden Peter, Arne und Stefan. Der klapprige Fluchtwagen schafft es nicht weit, sie stranden in einem maroden Gasthof in den einsamen Wäldern der dänischen Ostseeküste. Aus dem notgedrungenen Untertauchen entsteht der Entschluss, ein bodenständiges Leben zu führen. Die Freunde beginnen, die Wirtschaft wieder zum Laufen zu bringen und es sich „gemütlich“ zu machen.

Aber so einfach endet die Flucht nicht. Die Wandlung zynischer Großstadtganoven zu biederen Menschen im bürgerlichen Alltag bringt Probleme. Genau dann, als ihr aller Leben wieder ein Sinn zu haben scheint, als sich eine bessere Zukunft anbahnt, holen die Laster der Vergangenheit einem nach dem anderen ein. Kindheitstraumata, fatale Entscheidungen und die Konsequenzen (nicht-)eingeschlagener Lebenswege haben Persönlichkeitskomplexe erzeugt, die sich auch beim Osterei-Ausblasen impulsiv entladen.

Schnell wird klar, dass Torkild nicht nur in einer Midlife Crisis steckt, Peter mehr als drogenabhängig, Arne nicht grundlos aggressiv-cholerisch und Stefan nur bedingt ein gutmütiger Fußabtreter ist. Die teils gemeinsamen Erfahrungen und Verbandelungen bestimmen zusehends das Gefüge in der Männer-WG. Zur Charakterentwicklung der lakonisch-schwarzen Tragikomödie tragen auch die neuen Bekannten bei: der permanent besoffene Landarzt Carl sowie der Nachbar Alfred, ein liebenswürdiger Waffennarr.

Anders Thomas Jensen ist es in seinem Regiedebüt fabelhaft gelungen, sich aus diversen Filmgenres zu bedienen. Damit prägt er seit jeher die Zuschauerprämisse an bitter-böse Komödien aus Skandinavien und erfüllt sie mit jedem Folge-Film: schwarzer Humor mit dem Tiefgang eines Psychodramas. Hochspannung, bei melancholischer Grundstimmung, die sich aufs Beste mit Brutalität und karthesischen Blutbädern verträgt.

Karten können hier reserviert werden!

 

Spieltermine: 18.06. 20 Uhr / 19.06. 20 Uhr / 20.06. 20 Uhr / 21.06. 20 Uhr / 22.06. 20 Uhr

Deutsche Synchro