„Wenn man will, kann man alles schaffen!“ ist bestimmt einer der zehn blödesten Sätze aller Zeiten. Allerdings muss man zugeben, dass in den letzten Jahren eine höchst faszinierende Art, Ideen wirklich werden zu lassen, entstanden ist, nämlich das Crowdfunding. Damit ist eine Form der Finanzierung gemeint, in der eine Privatperson (oder eine Gruppe) via Internet Geld einsammelt, um ein Projekt, das viele (Klein-)Geber irgendwie überzeugt hat, umzusetzen. Das können Filme sein, Computerspiele etc. bis hin zu Unternehmensgründungen, im Großen und Ganzen also außergewöhnliche Vorhaben, die für größere Geldgeber zu verrückt oder riskant wären.

Die beiden deutschen Regisseure Timon Birkhofer und Jørg Kundinger haben über mehrere Jahre verschiedene Pioniere des modernen Finanzierungsmodells begleitet und auch weitere Experten und Insider befragt. In den Film geschafft haben es dann drei Protagonisten, deren Leben sich durch Crowdfunding in eine völlig neue Richtung entwickelte. So versuchen sie alle – der sympathische Freak und Gründer von Freaker Zach Crain, der begabte Ilustrator Jackson Robinson, der endlich seinem Traumjob nachgehen kann und auch der Game-Entwickler Brian Fargo – ihre Projekte, die ihnen am Herzen liegen, durch die Masse finanzieren zu lassen.

Capital C ist einer von jenen Filmen, die beim Betrachter sofort die Lust wecken, gleich selbst mit zu mischen. Sei es in Form eines eigenen Projekts oder auch „nur“ als Unterstützer. Das Faszinosum ein Teil von etwas Größerem zu sein, kitzelt womöglich jeden. Selbstredend ist der Film selbst über eine geglückte Crowdfunding- Kampagne entstanden.

 

 

Spieltermine: Do., 03.12.15, 20:00 Uhr; Fr., 04.12.15, 21:45 Uhr; Sa., 05.12.15, 19:30 Uhr; Mo., 07.12.15, 19:30 Uhr

Deutsch-englische Originalversion mit deutschen Untertiteln

FSK ab 0

Kartenreservierungen per Mail möglich