Was muss passieren, damit gestandene Männer bei einer Autofahrt in das Lied How deep is your Love von Take That einstimmen? Alles, einfach alles in diesem Film, denn dies ist nur der Gipfel einer grotesken Parabel à la Jensen. Die Komik der unerwarteten Reaktionen par excellence.

Gleich anfangs sehen wir eine bizarre Ausgangslage und eine konfliktschreiende Personenkonstellation: Vornan Ivan – ein Dorfpfarrer, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Straftäter auf Bewährung mit nett gemeinten Aufgaben zu resozialisieren. Momentan in seiner Obhut: der kleptomanische Sexualstraftäter und Alkoholiker Gunnar, die drogensüchtige Sarah, sowie der arabische Tankstellenräuber Khalid. Neu von der Partie ist der sehr reservierte und wortkarge Neo-Nazi Adam mit seinen ungebrochenen menschenverachtenden Ansichten. Das Ziel der Bewährungsmaßnahme ist schnell gefasst. Der Gutmensch-Pfarrer nimmt den zynischen Vorschlag „Apfelkuchen backen“ sofort ernst. Der Apfelbaum der Kirchgemeinde, fortan Adams Verantwortungsbereich, wird zur Herausforderung.

Adam geht so einiges gegen den Strich: der grenzenlose Optimismus und die weltfremde Vergebungsbereitschaft Ivans provozieren ihn derart, dass er ihn nicht nur auf den Boden der Tatsachen holen, sondern auch dessen Glauben brechen will. Es gelingt ihm, Ivan von seiner notorischen Gutgläubigkeit abzubringen. Doch Adams Genugtuung währt nicht lange. Die Zerstörung des fundamentalen Weltbilds entzieht zugleich die Basis der Co-Existenz der Straffälligen. Dann schaltet sich auch noch eine dritte Partei in die Konfliktherde ein und macht alles um ein Vieles schlimmer, um das Happyend einzuführen.

Aber das ist nicht die erste absurde Überraschung, denn es kommt immer anders und das zum Teil grenzwertig makaber. Wobei auch die biblischen Anspielungen dem Film sicher zu vielen Preisen verhalfen.

Und weiter gesummt: “cause we’re living in a world of fools / Breaking us down / When they all should let us be / We belong to you and me…

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Spielzeiten: 12.06. 20 Uhr / 13.06. 22 Uhr / 14.06. 20 Uhr / 15.06. 22 Uhr          Dänisch OmU