„Jeder hat Angst. Aber wir müssen tapfer sein.“ Nazanin, 19 Jahre, Radiomoderatorin.

Jugend in Afghanistan. Diesem Thema widmet sich Martin Gerner, Regisseur und Journalist mit langjähriger Afghanistan-Erfahrung, in seinem Film Generation Kunduz – Der Krieg der Anderen. Der Film erzählt die Geschichte von fünf jungen Afghanen: Der 10-jährige Mirwais redet über Krieg und Frieden fast wie ein Erwachsener. Nazanin, eine 19-jährige Radiomoderatorin, nimmt Musikwünsche entgegen, kämpft aber auch für Gleichberechtigung. Hasib, 24-jähriger Student, engagiert sich für freie und faire Wahlen. Ghulam und Khatera drehen einen Spielfilm, mitten im bewaffneten Konflikt. Afghanistan, das bedeutet hierzulande oft nur Krieg, den Einsatz der Bundeswehr, die verfahrene politische Situation.

Martin Gerner zeigt ein anderes Bild des Landes. Er erschafft ein berührendes und authentisches Porträt junger Afghanen, gibt Einblick in die Seelenlage ihrer Generation und zeigt den Kriegsalltag fernab von dem, was die Schlagzeilen antreibt. „So nah, wie dieser Film den Menschen in Kunduz kommt, können die fremden Soldaten gar nicht vordringen in den Alltag derjenigen, die ihr Einsatz doch am meisten betrifft“, schreibt DIE ZEIT. Die Geschichten von Mirwais, Nazanin, Hasib, Ghulam und Khatera zeichnen ein eindrückliches Bild vom Leben im Krieg und den gesellschaftlichen Konflikten in Afghanistan. Und machen, in all dem Chaos, auch Hoffnung.

Wir zeigen Generation Kunduz in Kooperation mit der Hochschulgruppe „Studieren Ohne Grenzen“. Diese vergibt Stipendien an junge, engagierte Afghanen, die neben ihrem Studium in ihrer Heimat eigene Entwicklungsprojekte verwirklichen. Die Mitglieder, Studenten aus ganz Deutschland, setzen sich für eine Entwicklungspartnerschaft auf Augenhöhe ein und informieren in Deutschland über die Situation von jungen Menschen in Afghanistan.

Nach dem Film wird Regisseur Martin Gerner per Skype Fragen beantworten und über die Dreharbeiten in Kunduz berichten.

Karten können hier reserviert werden!

Spieltermin: 03.02. 20:00

Originalversion in Dari (Afghanisches Persisch) und Pashtu mit deutschen Untertiteln