Seit 1956 wird er vergeben und seit 1998 tourt er durch Deutschland: Der deutsche Kurzfilmpreis. Schon in den letzten Jahren war das Zebra-Kino in Konstanz einer der Tourstops auf seiner Rundreise und auch dieses Jahr widmen wir wieder einen Abend voll und ganz der Crème de la Crème des deutschen Kurzfilms.

Im Rahmen des kooperativen Projektes „Junger deutscher Film“, zwischen dem Weitwinkel e.V. Singen und dem Zebra-Kino Konstanz, zeigen wir 8 bunt gemischte Kurzfilme aus der Liste der Sieger und Nominierten, der von der AG Kurzfilm gekürten Filme. Die Filme changieren dabei zwischen experimentellen, künstlerischen Formaten, wie in Ulu Brauns „Forst“, und narrativem, romantisch angehauchtem Erzählkino in Erik Schmitts „Nashorn im Galopp“; zwischen Collage mit Schockmomenten („Sudden Destruction“, Bjørn Melhus) und einfühlsamer Dokumentation („Kiran“, Alexander Riedl).

Mit „Grünes Gold“ (Barbara Marheineke) und „Reality 2.0“( Victor Orozco Ramirez) sind auch zwei alte Bekannte aus dem Programm der kurz.film.spiele Konstanz vertreten. Beide verhandeln dokumentarische Formate, zunächst als unbeschwerte aber dennoch provokante Mockumentary in „Grünes Gold“ und im Gegenzug als experimentelles Spiel mit den Möglichkeiten der visuellen Narration von wirklich Geschehenem in „Reality 2.0“.

Mit besonderer Vorfreude blicken wir dabei auf den Besuch des Filmemachers Victor Orozco Ramirez, der dieses Jahr mit seinem Film „Reality 2.0“ den deutschen Kurzfilmpreis in der Kategorie Dokumentation gewinnen konnte und uns zu seinem Film Rede und Antwort stehen wird.

Eröffnen werden wir den Abend jedoch mit einem kurzen Manifest für den kurzen Film, denn wie „short film“ (Olaf Held) so ganz und gar zu Recht fragt: Wer braucht Feature-Filme, wenn er Kurzfilm haben kann?