Ein dänisches Dorf zum Ende der 1960er Jahre: Die Sommerferien gehen zu Ende. Frits, ein frohgemuter Junge, kommt auf die höhere Schule und tritt in das repressive Reich des sadistischen Schulleiters Lindum Svendsen ein. Dessen brutale Wutanfälle sind gefürchtet, werden aber in der dörflichen Gesellschaft nicht besprochen. Frits ist der erste, der nicht klein beigibt. Er träumt von einer Schule ohne Angst und trotzt der scheinbar unantastbaren Obrigkeit. Mit Martin Luther Kings legendärer Rede im Herzen, die er auf einer Schallplatte gehört hat, lehnt er sich gegen das mikrokosmische Regime auf. Er trifft jedoch auf eine Wand kollektiven Schweigens im Dorf und in der eigenen Familie.

Einzig der Musiklehrer Freddie Svale unterstützt Frits in seinem Widerstand, bringt ihm die Musik und die Ideen der Zeit nahe und sorgt für ein ungeordnetes Gewuschel auf Frits‘ Kopf. Frits Freunde und Familie wenden sich betreten-ängstlich ab. Svendsen jedoch ist nicht bereit, subversives Handeln in seinem Reich zu dulden und holt zu einem brutalen Schlag gegen Frits‘ Familie aus. Plötzlich sind die Menschen im Dorf gezwungen, Stellung zu beziehen.

Oplevs autobiographischer Film reflektiert die gesellschaftlichen Veränderungen 40 Jahre später und schreibt eine Parabel über die Aufbruchsstimmung der 1960er Jahre, kleine wie große Diktaturen und den großen Traum von Gerechtigkeit.

Und heute, 40 Jahre später – aus der Traum? Auf der Leinwand lebt er sichtbar weiter, drängt uns, weiter zu träumen. Aber ist der Traum des 13-jährigen Jungen von damals mittlerweile Realität geworden? Lohnt sich der Kampf um Träume? Sicher lässt die Gegenwart zu wünschen übrig, sind viele Träume eben Träume geblieben.

„I have a dream today!“ (Martin Luther King)

Nichtsdestoweniger finden wir: Wie auf der Leinwand so auch im richtigen Leben ist Träumen erlaubt, notwendig, ja lebenswichtig.

Zum ersten Spieltermin freuen wir uns auf die Schauspielerin Laura Lippmann, die im Rahmen unserer Kooperation zum europäischen Kino mit dem Theater Konstanz eine kurze Einführung in den Film geben wird.

Wir zeigen DER TRAUM aus Gründen der Verfügbarkeit in einer Fassung mit englischen Untertiteln

Spieltermine: Do, 13.3. 20:00 | Fr, 14.3. 22:15 | Mo, 17.3. 20:00