Rache. Eines der ältesten, am meisten variierten und ausgelutschtesten Themen der Filmgeschichte. Charles Bronson, Chuck Norris und Jason Statham bauten und bauen immer noch ganze, sehr erfolgreiche Karrieren darauf auf: die blutige Vergeltung eines Mordes an einer geliebten Person.

Doch wo die meisten anderen Rachestorys enden, fängt Blue Ruin erst an: Dwight (Macon Blair), irrt ziellos umher, als ihm zugetragen wird, dass der Mörder seiner Eltern aus der Haft entlassen werden soll. Wutentbrannt und wild entschlossen nimmt er daraufhin die Verfolgung auf. Doch Dwight ist eben kein Bronson oder Statham. Er hat keinerlei Ahnung davon und noch weniger Übung darin, einen Vergeltungsakt zu vollziehen. Sehr unbeholfen und äußerst erfolglos macht er sich daran, ein Tatwerkzeug zu organisieren, bevor er schließlich loszieht, um den Übeltäter zu stellen. Sein Vorhaben gelingt, die Rache glückt. Doch über die möglichen Konsequenzen seiner Handlung hat sich Dwight zuvor offensichtlich keinerlei Gedanken gemacht. Dass er sich und seine Familie – in diesem Fall seine Schwester und seine beiden Nichten – ins Visier der äußerst skrupellosen Verwandtschaft seines Opfers getrieben hat, wird ihm erst allzu spät bewusst. Und so beschließt er, endgültig zu beenden, was er ins Rollen gebracht hat. Koste es, was es wolle …

Dem gelernten Kameramann Jeremy Saulnier gelingt mit seinem via einer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne crowdgefundeten zweiten Film ein kleines Meisterwerk. Mit fantastischen schauspielerischen Leistungen – nicht zuletzt von Hauptdarsteller Macon Blair – eindrucksvollen und beklemmenden Bildern sowie einer ordentlichen Portion bitterbös-schwarzem Humor begeisterte nicht nur Kritik und Publikum in Cannes und Locarno. Blue Ruin wurde von der internationalen Kritik auch – völlig zurecht – als einer der besten Filme 2014 gefeiert.

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Spieltermine: 29.01. 20:00 / 30.01 21:45 / 31.01. 19:30 / 02.02. 19:30

Englische Originalversion mit deutschen Untertiteln