There was me, that is Alex, and my three droogs, that is Pete, Georgie, and Dim, and we sat in the Korova Milkbar trying to make up our rassoodocks what to do with the evening. The Korova milkbar sold milk-plus, milk plus vellocet or synthemesc or drencrom, which is what we were drinking. This would sharpen you up and make you ready for a bit of the old ultra-violence.

Alexander DeLarge erzählt von seinem Leben voll von Aus- und Überschreitung. Der junge Brite wohnt mit seiner Schlange bei seinen überforderten Eltern, hört Beethoven und bereitet sich auf die Nächte vor, in denen er und seine droogs durch die Straße ziehen. Zu Beginn quält, plündert und schändet er, dann wird er überführt und mithilfe einer Apparatur aus audiovisuellen Medien, Drogen und Konditionierung bekehrt – das heißt: gebrochen – und dann selbst Opfer der vormals Gepeinigten. Die Moral ist die Macht des Stärkeren.

Kubricks A Clockwork Orange basiert auf dem gleichnamigen Roman des britischen Schriftstellers Anthony Burgess, wobei er die US-amerikanische – um das letzte Kapitel gekürzte – Version verfilmte. Ansonsten ist der Film bis ins Detail perfekt: Jede Figur ist richtig besetzt, vom Innendekor bis zur Kleidung ist alles durchgestylt, wunderbare Musik und zeitlose Ästhetik tragen die Szenen. Das Genre zwischen Science-Fiction und zynischer Satire – alles geht ineinander über und erzeugt ein Ganzes, das mehr ist als die Summe seiner Teile und dabei angenehm unangenehm bleibt.

Es überrascht nicht, dass A Clockwork Orange zur Zeit seiner Veröffentlichung umstritten war, trotz Lob der Kritik und erfolgreicher Kasse. Die Bilder eines dystopischen Großbritanniens, das in Gewalt untergeht, ging den Zuschauern nicht aus dem Kopf, so wenig wie Alex selbst die diabolische Therapie. So geschah es, dass Kubrick selbst verhinderte, dass der Film weiter in Großbritannischen vorgeführt wurde. Erst sein Tod im Jahre 1999 setzte dem Bann ein Ende. In der Zeit ist viel geschehen, die Zukunft wirkt plötzlich ganz gegenwärtig: Hier kommt Alex, Vorhang auf – für seine Horrorshow.

13-15.6. je 21:00 | 16.6. 21:30 | Englische OmU