Es gibt viele Wege in eine Midlife Crisis. Für das Paar Sophie und Jason beginnt sie mit der Adoption einer Katze namens Paw Paw.
Paw Paw sitzt in einem Tierkrankenhaus in Los Angeles mit einer verletzten Pfote, ist todkrank und soll in 30 Tagen entlassen werden, um ihren Lebensabend bei Sophie und Jason verbringen zu dürfen. Die gehen davon aus, nur einige Wochen Verantwortung für Paw Paw übernehmen zu müssen, doch als die Tierärztin ihnen eröffnet, dass Paw Paw bei liebevoller Fürsorge noch fünf Jahre leben könnte, kommt für die beiden der Schock. Sophie und Jason werden mit der Frage konfrontiert, wo sie sich in fünf Jahren sehen möchten. Mit der Gewissheit im Nacken, Verantwortung übernehmen zu müssen, versucht das Paar in den dreißig Tagen vor der Übergabe von Paw Paw ihre Leben radikal umzukrempeln. Erster Schritt: Die ungeliebten Jobs kündigen. Zweiter Schritt: Den Internetzugang sperren, um den Tag nicht mehr dauernd auf Facebook und Youtube zu verbringen. Und dann? Jasons Versuche, bei einem Umweltschutzprojekt mitzuhelfen, bringen keinen Erfolg. Sophies Projekt „30 Tage – 30 Tänze“ scheitert schon im Ansatz. Doch dann treffen Sophie und Jason Menschen, die ihre Perspektive auf ihr Leben und ihre Beziehungen erst recht auf den Kopf stellen werden.
Miranda Julys Debütfilm Me and You and Everyone We Know begeisterte 2006 Kritiker und Zebra-Besucher. Danach verweigerte sie sich erst einmal unzähligen Regieangeboten, weil ihr der Hype in Hollywood um ihre Person zuwider war. Für ihre Eigenkreation The Future fand sie wiederrum in den USA niemanden, der gewillt war, den Film zu finanzieren. The Future ist nun eine deutsche Produktion unter Produzent Roman Paul geworden, gedreht in Amerika, finanziert aus britischen, französischen und deutschen Fördermitteln. Dem Werk selbst hat das nur geholfen. The Future ist ein großartiger Film, der auf unfassbar originelle und gelassene Weise zwischen leichter Indie-Komödie und tieftraurigem philosophischen Kunstwerk hin- und herspringt. Nicht umsonst war der Film auf der Berlinale 2011 für den Goldenen Bären nominiert.
Wir zeigen The Future auf Englisch mit deutschen Untertiteln.
