Red State

Für harte Kost ist Kevin Smith, Regisseur von Kult-Komödien wie Clerks und Chasing Amy, nicht gerade bekannt. Vielmehr dagegen für Dialogwitz, vulgären Humor und glaubhafte (oder zumindest irgendwie liebenswerte) Charaktere. In seinem neuesten Streich, Red State, vereint er allerdings alte Tugenden mit Zynik der schwärzesten Sorte, einer gewaltbereiten christlichen Terror-Sekte und einer ordentlichen Prise Tarantino.

Für die drei Teenager Jared, Travis und Billy Ray fängt alles ganz harmlos an. Sie wollen dem langweiligen Leben auf dem Land einen Abend Spaß der erwachsenen Sorte abgewinnen und folgen einer Sex-Annonce aus dem Internet. Bei der älteren Frau im Wohnwagen läuft aber nicht mehr alles wie geplant und die Jungs finden sich bald in einer äußerst misslichen Lage wieder, ihr Leben in der Hand gottesfürchtiger Rednecks. Spannend und rasant wird mit manch einem Horrorfilm-Klischee gebrochen, während sich die Gewaltspirale unaufhaltsam in Richtung Eskalation schraubt. Red State spielen wir am 15.1. nochmals.