Der tödliche Sturz ihres Sohnes liegt zwei Jahre zurück und die Beziehung von Solveig und Nora droht zu zerbrechen. Als eine Art Therapie wandern sie noch einmal zur Unglücksstelle. Die Wanderung wird zu einer Zerreißprobe, die beide Frauen an den Rand der körperlichen und emotionalen Erschöpfung bringt und am Ende eine Entscheidung verlangt: Beziehung oder Trennung? Reden oder Schweigen?

Der Film wirft den Zuschauer mitten in die norwegische Berglandschaft: es liegt Schnee, der Wind pfeift und die passiv-aggressive Stimmung zwischen Nora und Solveig ist ebenso frostig. Kurze Streitereien wechseln mit Phasen sturen Schweigens ab. Langsam legt der Film den Ursprung des Konflikts zwischen den beiden Frauen frei.

Die Kälte, die karge Landschaft und das ständige Aneinanderreiben zermürbt beide, bis schließlich der Gipfel erreicht ist. An der Absturzstelle findet das Paar zwar die Thermoskanne, die der Sohn beim Sturz verlor, aber keine leichten Antworten.

Das Spielfilmdebüt des Regisseurs ist ein minimalistisches Drama, das sich ganz auf die Interaktion der beiden einzigen Darstellerinnen konzentriert.

Belladonna – Frauen und Kultur e.V. übernimmt die Patenschaft für diesen Film.