„Ich verliere seit kurzem Sand.“ Benno (Fabian Krüger) ist Schweizer. Ordentlich und direkt, ist er eigentlich ein ziemlich normaler Kerl. Die Träume von einem glanzvollen Dirigentendasein hat er schon lange aufgegeben und arbeitet stattdessen munter in einem Briefmarkenfachgeschäft.

Benno hat eine Nachbarin namens Sandra (Irene Brügger), die mit ihrem ehrgeizigen Ziel, Karriere als Ein-Frau-Orchester zu machen, Benno mit Pauken und Trompeten um die verdiente Ruhe zu bringen droht. Eigentlich verabscheut er sie dafür (was er ihr auch nicht vorenthält), irritierenderweise gelangt Sandra dennoch als innige Geliebte in exotischem Ambiente in Bennos nächtliche Träume. Diese zwar merkwürdige aber eigentlich harmlose Sache wird seltsam, als Benno nach einem jener feuchten Träume aufwacht und bemerkt, dass er offenbar im Schlaf etwas in seinem Bett hinterlassen hat. Irgendwie ist ein Häufchen Sand dort hineingelangt.

Benno versucht sich dieses Kuriosum zu erklären aber muss, nachdem die Träume wilder und die Häufchen größer werden, bald feststellen, dass er es selbst ist, der Sand verliert. Bald beginnt der mysteriöse Sand überall aus ihm zu rieseln, was Bennos geordnetes Leben überaus verkompliziert.
Der Film des Schweizer Regisseurs Peter Luisi schafft es, trockenen Realismus mit einer humorvollen Romanze und einer surrealistischen Groteske zu verbinden und wandelt so auf zwar abwegigen aber unvermindert unterhaltsamen Pfaden. Die bizarr-charmanten Charaktere stellen immer wieder ihre bitterböse Schlagfertigkeit in aberwitzigen Dialogen unter Beweis.

So entstand ein gewagter, origineller Film voller absurder Wendungen, schwarzem Humor und einer gehörigen Prise Sand.