Es klingelt, es piept, es vibriert. Mobiltelefone sind allgegenwärtig. Täglich, so scheint es, erobern neue, sagenhafte Technologien den Markt. Für welchen Preis? Der dänische Regisseur Frank Piasecki Poulsen machte sich auf die Suche nach dem Ursprung seines Nokia-Handys – er fand sich im kongolesischen Bürgerkrieg wieder.

In seiner Dokumentation „Blood in the Mobile“ erzählt er in bewegenden Bildern die blutige Geschichte seiner Suche. Er erhält Einblick in die größte Zinnerzmine der Demokratischen Republik Kongo, in der Kinder und Jugendliche unter anderem Koltan abbauen. Aus Koltan werden Tantal und Niob gewonnen, unverzichtbare und entsprechend teure Mini-Kondensatoren in Handys, Laptops, Flachbildschirmen. Verschiedene bewaffnete Gruppen kämpfen um die Vorherrschaft in diesen menschenunwürdigen Minen und behalten diese, solange sie das kostbare Erz mit immensem Profit verkaufen können. Auf diese Weise unterstützen Mobilfunkbetreiber den blutigen Bürgerkrieg im Kongo, der in fünfzehn Jahren über 5 Millionen Menschen das Leben kostete. „Blood in the Mobile“ ist ein Film über die Verantwortung der großen Konzerne aber auch die eines jeden Einzelnen von uns.

„Studieren ohne Grenzen e.V.“ möchte mit diesem Film auf die Missstände in der Demokratischen Republik Kongo aufmerksam machen und darauf, dass wir mit unserer Verantwortung bewusst umgehen müssen. Im Anschluss findet eine Diskussionsrunde zum Filmthema statt.

„Studieren ohne Grenzen“ ist ein gemeinnütziger Verein, der bundesweit in verschiedenen Hochschulgruppen Studierende aus Krisengebieten auf der ganzen Welt unterstützt.

Die Lokalgruppe der Universität Konstanz arbeitet neben weiteren Projekten am Bau einer Bibliothek in der Stadt Kindu im Osten der Demokratischen Republik Kongo, die sehr stark von den Kongokriegen betroffen war.

Spieltermin: Di, 24.2. 20:00