Open Air: 50/50

Adam ist 27, hat einen gut bezahlten Job bei einem Radiosender und steht mitten im Leben. Um so heftiger wird er aus selbigem gerissen, als ihm eröffnet wird, dass er eine besonders seltene Form von Krebs an der Wirbelsäule hat. Seine Überlebenschancen: 50 % – die Zukunft ist ungewiss. Adam und sein Umfeld gehen mit dieser Diagnose unterschiedlich um: Während Adams Eltern am liebsten bei ihrem Sohn einziehen möchten, entfremdet sich Freundin Rachel zunehmend. Und Adams bester Freund Kyle (Seth Rogen) nutzt Adams Krankheit schamlos aus, um Frauen anzubaggern – wenn auch mit mäßigem Erfolg. Adam selbst schlägt sich mit sadistischen Ärzten und den Tücken der Chemotherapie herum und will eigentlich nicht viel mehr, als sein Leben noch so lange so normal zu erhalten, wie es möglich ist. Bis zu dem Tag, an dem feststehen wird, ob die Therapie anschlägt oder nicht.

Krebs als Komödie? Das klingt zunächst befremdlich. 50/50 gelingt es jedoch wunderbar, mit Humor Brücken zu bauen, ohne den Ernst des Themas zu verlieren oder in Klischees abzurutschen. Mit beeindruckender Kunstfertigkeit wechselt der Film zwischen leichtem Humor und tiefer Tragik.

Dass dies so gut gelingt, liegt nicht nur an der großartigen Besetzung, sondern vor allem an dem großartigen Drehbuch, mit dem Will Reiser seine eigene Krankheit verarbeitet hat: „Ich wusste selbst nicht, wie ich mich verhalten sollte. (…) Seth hatte ebenfalls keine Ahnung und hat sich manchmal vollkommen idiotisch benommen, aber er war immer da, wenn ich ihn brauchte. Hat er alles richtig gemacht? Natürlich nicht. Keiner weiß, wie er mit so etwas umgehen soll. Aber wenn man über seine eigene Unbeholfenheit reden und lachen kann, erleichtert das die Situation ungemein.“
Lachen ist eben manchmal die beste Medizin.

Spieltermin: Samstag, 18. August / PfalzgartenBei schlechtem Wetter im Kulturzentrum am Münster
Das Zebra Kino zeigt Barbara im Pfalzgarten, in Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Konstanz

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