Alles was Tucker und Dale wollten, war ein lockeres Wochenende mit Dosenbier in ihrer neuen Ferienhütte. Als sie auf der Fahrt dorthin fast mit einer Gruppe urlaubender College-Kids kollidieren, ahnen die beiden rustikalen Hinterwäldler allerdings noch nichts von ihrem Glück.
In der tiefsten Einöde treffen die beiden Gruppen erneut aufeinander und dank einiger unglücklicher Umstände werden die Ereignisse in eine unheilvolle Richtung gelenkt.
Als eines der Mädchen aus der Gruppe beim nächtlichen Baden im See zu ertrinken droht, wird sie flugs von den zwei Hinterwäldlern aus dem Wasser gefischt und in ihre Hütte gebracht. Die Rettungsaktion verstehen die angehenden Akademiker allerdings als Kidnapping. Beim Versuch, ihre Freundin zu „befreien“, bricht im Wald das blutigste Chaos aus, in welchem ein Städter nach dem anderen auf absurdeste Weise das Zeitliche segnet.
Einer der Gründe warum Tucker and Dale vs. Evil so hervorragend funktioniert, ist die Beibehaltung der genretypischen Elemente des klassischen Backwood-Slashers bei gleichzeitiger Verkehrung. Während die vermeintlichen Psychopathen in Wirklichkeit nette Jungs sind, werden sie vom städtischen Jungvolk als grausame Bestien gehalten.
Aus diesem Spiel mit Genremechanismen vereint Craig stilsicher postmoderne Parodie mit deftiger Hommage und erschuf eine hochgelobte Splatter-Komödie voller unglaublicher Missverständnisse und unfassbarer Zufälle, die ebenso blutig wie zum Brüllen komisch ist.