Los Angeles in den 1940er Jahren: Ein klassischerSchauplatz für einen typischen Vertreter des Filmnoir. The Big Sleep – Tote schlafen fest ist sicherlich einer davon. Besetzt mit Größen des Genres, einer verworrenen Geschichte um einen hartgesottenen Detektiv, begleitet von einer klassischen Femme Fatale und konfrontiert mit korrupten Gesetzeshütern. Erzählt in düsterer Schwarz-Weiß-Optik, dem Genre und der Zeit entsprechend.
Der Ermittler Philip Marlowe (Humphrey Bogart) erhält den Auftrag, die Erpressung des Generals Sternwood aufzuklären. Dessen Tochter Carmen steckt wegen Spielschulden in Schwierigkeiten, ist aber scheinbar noch weitaus tiefer in kriminelle Machenschaften verwickelt. Marlowe, furchtlos und ganz dem Recht verpflichtet, nimmt die Fährte auf und eine verworrene Jagd durch den Untergrund der Stadt der Engel beginnt.
Hierbei trifft er auf die augenscheinlich sehrgut informierte ältere Schwester Carmens, Vivian Rutledge (Lauren Bacall), die sich später nochals große Hilfe herausstellen soll. Der Detektiv sieht sich schließlich mit dem Gangsterboss Eddie Mars konfrontiert, welcher letztlich hinter all den Machenschaften rund um die Sternwood-Familie steckt. Doch damit nicht genug, denn bald wird der Grund für Vivians Wissen ersichtlich, da auch sievon Eddie Mars erpresst wird – aus Gründen, diemit Carmens Problemen eng zusammenliegen.
Humphrey Bogart und die Figur Philip Marlowe stehen in enger Beziehung zueinander. Raymond Chandler mag mit seiner Romanfigur den Prototypen des modernen Privatdetektivs, der abseits von korrupter Polizei und der Moral verpflichtet Kriminalfälle löst, zwar erfunden haben, doch Bogart hat dieser Figur erst ein Gesicht gegeben – und viele Schauspieler, die nach Bogart den Detektiv Marlowe verkörperten, mussten sich an dessen Leistung in Tote schlafen fest messen.
Wir zeigen “Tote schlafen fest” vom 18.-21.11.. Am Montag, den 21.11. um 21:15 wird Prof. Dr. Isabell Otto einen einführenden Vortrag über The Big Sleep und Film noir halten.
Fr & Sa, 18.11. & 19.11. 19:00 | So, 20.11. 20:00 | Mo, 21.11. 21:15 mit Vortrag

