Der Bundesstadt Arkansas – “Land of Opportunity” – ist Schauplatz von True Grit, genauer gesagt die westlich gelegene Stadt Fort Smith direkt an der Grenze zu Oklahoma. Der Westen, der Weg dorthin, die Grenzen, der Raum und die weite Prärie bilden den Hintergrund der Geschichte, es geht hier schließlich um einen Western in seiner traditionellen Ausprägung. Ebenfalls klassisch, das Motiv: Rache. Mattie Ross, noch 14 Jahre jung, muss das Gesetz in ihre eigene Hand nehmen, denn sie ist auf der Suche nach dem Mörder ihres Vaters.
Dazu heuert sie den eher wie ein Alkoholiker als ein Gesetzeshüter wirkenden U.S. Marshal “Rooster” Cogburn an. Und der Texas Ranger LaBoeuf vervollständigt die Gruppe, was nicht ohne gewaltige Reibungen vor sich geht. Neben diesen drei Figuren und ihren Pferden ist die vierte Größe des Filmes die Landschaft selbst, die Natur, ihre Gefahren und daraus folgend die Notwendigkeit ihre Sprache zu sprechen. Dabei wird die Umwelt weder personalisiert, noch der Mensch naturalisiert, die Bedrohung ist einfach da, bei jedem Schritt, wie die Erde, die Bäume und die Schlangen.
Wie schon aus früheren Filmen der Gebrüdern Coen bekannt, ist True Grit gefüllt mit schwarzem Humor, eigensinnigen Charakteren, umgeben von einer rauen Atmosphäre und immer mit den passenden Sprüchen auf den Lippen. Dass True Grit aus der bekannten Filmographie heraussticht, liegt vor allem daran, dass er nicht einfach wirkungslos vorüberzieht – weder an seinen Protagonisten, noch an den Zuschauern. Die Ereignisse verschwinden nicht nur weil sie in die Vergangenheit überführt werden, ihr Echo hallt nach, aus Wunden werden Narben und aus Erlebnissen werden Zeugen. Gerade deswegen ist True Grit nicht nur ein weiterer Western, sondern eine Auseinandersetzung mit den menschlichen Grenzen, egal ob es sich dabei um geographische, physiologische oder psychologische handelt.
Spieltermin: Freitag, 29. Juli, Rheinstrandbad
Das Rheinstrandbad wird nicht bestuhlt. Bitte Decken mitbringen!
