Als der kleinkriminelle Türke Gabriel aus dem Knast entlassen wird, schwört er sich, von nun an keine krummen Dinger mehr zu drehen. Das sehen seine zwei Freunde Bobby, ein Serbe, und Costa, ein Grieche, aber anders.
Während Gabriel sich in Bobbys Freundin Alice verliebt, lässt sich dieser auf die albanische Mafia ein und setzt da-mit einen Teufelskreis von Gewalt und Rache in Gang, der sich nicht mehr aufhalten lässt. Kurz und schmerzlos ist eine Hommage an die Mafia-Filme von Martin Scorsese: Handlung, Symbolik und Kameraführung zeigen, wie sehr Fatih Akin sein amerikanisches Vorbild verehrt.
Anstelle von New York oder Las Vegas trägt hier Hamburg-Altona in immer düster werdenden Szenen zur Stimmung dieser Großstadtballade bei. Der Film funktioniert sowohl als Milieustudie des Stadtbezirks Altona, als auch als Gangster- und Jugenddrama mit Krimielementen. Akin schafft es, zwischen diesen verschiedenen Blickwinkeln geschickt zu wechseln und dabei weder Handlung noch Protagonisten zu vergessen.
Der Zuschauer gerät in den Sog dieses Films, der ihn auf die Straßen der Metropole Hamburg mitnimmt und ihm die Menschen der Stadt von ihrer abgründigen Seite zeigt, deren Geschichten sich dort entfalten.
Spieltermin: 3. Mai 2011, 20 Uhr, Kulturzentrum Konstanz
