Infestation

Entomophobie ist der medizinische Fachterminus für die panische Angst vor Insekten und all dem, was mit Insekten zu tun hat. Akarophobie hingegen beschreibt die Angst vor Stichen und Infektion durch parisitäre Insekten. Wie auch immer man seine Ängste ausformulieren will – für alle Phobiker und alle, die es noch werden wollen: Infestation ist die super Shock-Theparie ohne Erbarmen!

Es kreucht und fleucht, fliegt und sticht, krabbelt und zappelt, grummelt und – machen wir es kurz: Insekten überall und nicht in handlicher Größe zum schnell mal mit der linken Fußsohle zerquetschen … Der Beginn der Geschichte erinnert grob an Kafkas berühmte Erzählung: Als Cooper eines Mittags aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in einem Kokon wieder … und ungeheure Ungeziefer essen seine Kollegen auf.

Nun, nicht ganz Kafka, anstatt einer Verwandlung gibt es eine Inversion, aber ansonsten ist der Film mindestens so grotesk wie das literarische Vorbild, inklusive jeder menge Körperflüssigkeiten, derben Humor und eine gute Portion Selbstironie.

Natürlich hat auch das Militär seine Hände mit im Spiel und ein selbstmörderisches Kommando (nur echt mit Bombe) muss her um die Ursache für diesen plötzlichen Insektenbefall zu tilgen und ohne das sich die Menschen gegenseitig manches Bein stellen, ist das Ganze auch nicht möglich. Also eben all das, was man von einem Genrefilm erwartet, der sich – dem Thema wegen – nicht ganz ernst nimmt, dafür aber alle Register zieht.