Arbeitet man um zu leben? Oder lebt man um zu arbeiten? Sollte man sich über seine Arbeit definieren? Oder wenigstens damit identifizieren? Will ich mögen, was ich schaffe, muss ich können, was ich mache?

»Working all day, I‘m digging up the roads, just working all day / Dig for my pay and spend it where I like. I‘ve nothing to say / Drown in my sweat but money buys escape. I‘ve got no regrets / Working all day / Working all day«

Sinnfrage, Seinfrage. Arbeit macht frei, Arbeit engt ein. Luft und Liebe und Alkohol. Hin und her, aber wer weiß schon wohin. Verantwortung übernehmen. Greta M. ist 40. Alleinerziehend.

»I‘m still the same as all the other people—who can I trust  / Working all day and never getting nowhere, what can I say / working all day / Working all day.«

Falschheit, kalte Fassaden, Werteverlust und mehr. Wer will schon mehr? Arbeit, Kneipe, Arbeit, Kneipe, Jobcenter, Party, Jobcenter, Kind, Alkohol, Berlin, Berlin, immer nur Berlin.

»Tu was, du lebst in diesem Land.«

Bin ich mein Wort, bin ich die Tat? Was ist Wert und was bin ich wert?

»Nichtstun macht nur dann Spaß, wenn man eigentlich viel zu tun hätte.«

Größer, schneller, besser. Mehr, mehr, mehr. Seelenlose rundherum. Abgrenzen um frei zu sein, anpassen um zu leben, manchmal anders, oft beides. Wenigstens irgendwer sein.

»I‘m a genius, really, I‘m excellent / Better than them, I kick their asses /All of them, even that guy  / Who thinks he‘s fuckin‘ cool / Gets all of the attention / He doesn‘t sell shit does he«

Leistungsgesellschaft, Spaßgesellschaft, Scheißgesellschaft. Mittendrin statt nur dabei. Nur weg. Zuviel leere Worte. Tschüß.


Spieltermine: 14.-18. April
Das Zebra Kino zeigt diesen Film in Kooperation mit dem Weitwinkel-Kino Singen.

 

Trailer