Am letzten Schultag vor den Ferien tritt die Klassenlehrerin Yuko (Takako Matsu) mit einer besonderen Botschaft vor die Klasse 7b: Sie verkündet, ihren Beruf als Lehrerin aufzugeben – zunächst unter tosendem Beifall. Als sie jedoch weiter ausführt, dass ihre Tochter brutal ermordet wurde und sie zwei Schüler der Klasse als Täter ausfindig gemacht und diesen HIV-verseuchtes Blut in die Milch gemischt hat, verstummt der Jubel jedoch plötzlich und schlägt in Entsetzen um. Obwohl Yuko die Namen der Täter nicht nennt, beschreibt sie diese gegenüber der Klasse so ausführlich, dass die Klasse die Täter Naoki und Shuya schnell identifiziert.

Danach macht der Film einen Zeitsprung und wird aus der Perspektive der beiden Täter weitererzählt. Während Naoki sich nach einem psychischen Zusammenbruch in seinem Zimmer verschanzt und aus Angst, seine Familie anzustecken, heftige Zwangsneurosen entwickelt, wird Shuya fortan unbemerkt von seiner Klasse auf brutale Weise gemobbt. Es entsteht ein Kreislauf der Gewalt, der immer brutaler wird und kein Ende zu kennen scheint….

Regisseur Tetsuya Nakashima findet für die Geschichte eine wunderschöne, kühle Bildsprache, die mit ihren zahlreichen Close-Ups und Zeitlupenaufnahmen oft an Musikvideos erinnert.

Dass Geständnisse trotz kleinerer Logikfehler in der Story so gut funktioniert, liegt vor allem am japanischen Setting, wo das Schulsystem als besonders hart gilt und der Konformitätsdruck hoch ist. Die Jugend reagiert mit der Flucht in exzessiven Konsum und Gewalt. Geständnisse liefert hier nicht nur ein großes Stück Kritik an der japanischen Gesellschaft, sondern auch an der fördernden Rolle von Massenmedienedien an Gewalttaten und Amokläufen weltweit. So wecken Szenen, in denen Shuyo sich vor seinem geplanten Mord im Internet für die Medien fertig inszeniert und schon davon träumt, am nächsten Tag Titelthema aller Zeitungen zu sein, unangenehme Erinnerung an die mediale Inszenierung des Attentäters von Norwegen.

Geständnisse wurde mit vier Japanese Academy Awards ausgezeichnet und als japanischer Beitrag zu den Oscars 2011 ausgewählt.