London, Ende des 19. Jahrhunderts. Der junge Arzt Dr. Harry Jekyll ist dem Geheimnis der menschlichen Seele auf der Spur und will zeigen, dass sowohl Gutes als auch Böses in der Persönlichkeit eines jeden vereint sind.

Von Faszination und wissenschaftlicher Besessenheit getrieben wagt er schließlich den Selbstversuch: Ein selbst gebrautes Serum ermöglicht es ihm, die beiden Charaktereigenschaften völlig von einander zu trennen. Der Versuch gelingt – auf den ersten Blick. Schon bald zeigen sich jedoch die fatalen Nebenwirkungen des Serums.

Wie die Geschichte weitergeht, ist bekannt: Dr. Jekyll wird zum animalisch durchtriebenen Mr. Hyde, der seine Lustfantasien ungezwungen auslebt und seine Umgebung terrorisiert. Schließlich entwickelt er selbst ein Gegenmittel, um wieder zu Jekyll zu werde, doch sein Selbstversuch gerät zunehmend außer Kontrolle.

In der Kinogeschichte gibt es nur wenige Romane, die so zahlreich verfilmt und adaptiert wurden, wie The Strange Case of Dr. Jekyll and Mr. Hyde von Robert L. Stevensons. Erste Verfilmungen gab es bereits 1912. Obwohl sich auch bei Victor Fleming nichts an der Geschichte selbst verändert hat, gelang es ihm, eine andere Perspektive in die Erzählung zu bringen. Statt nur auf bloße Horroreffekte zu setzen, fokussiert er mehr auf die psychologischen Hintergründe der Figuren.

So erlangt die Geschichte streckenweise mehr Ähnlichkeit mit einem Psychothriller als mit einem Horrorfilm. Ein Klassiker ist Arzt und Dämon alle mal – genau das Richtige für die Feiertage über Ostern.

Spieltermine: Do, 21.04. – Mo, 25.04.2011 jeden Abend um 20:00 Uhr